Aktuelles - FDP Emsland-Süd

Jens Beeck MdB zu Besuch bei Reitsport Anke Just in Gersten

Interessante Betriebsbesichtigung in Gersten. (Fotos: Anke Just Sattel & Co. und Ingo Lüttecke)
Interessante Betriebsbesichtigung in Gersten. (Fotos: Anke Just Sattel & Co. und Ingo Lüttecke)
Am Donnerstag, den 06.09.2018, besuchte Jens Beeck, Bundestagsabgeordneter (FDP), die Reitsportsattlerei Anke Just Sattel & Co. in Gersten und informierte sich über die erfolgreiche Unternehmensentwicklung der Sattlerei und des Reitsportfachgeschäftes sowie deren international ausgerichteten Vertriebsorganisation.

Seit dem Jahre 2009 befindet sich die Reitsportsattlerei von Anke Just in Gersten. Was klein anfing nahm immer mehr Gestalt an und vergrößerte sich schnell zu einer der größten Sattlereien in Europa. Aus diesem Anlass besuchte Jens Beeck Anke Just in ihrem Unternehmen. In einer ausgewählten Runde kamen der FDP Abgeordnete in Begleitung von Norbert Brüggemann (FDP-Ratsherr der Gemeinde Gersten) und Ingo Lüttecke (Wahlkreismitarbeiter von Jens Beeck) mit dem Team um Anke Just zusammen und informierten sich über Unternehmensziele und Geschäftspolitik.

Herr Beeck berichtete anschaulich von seinem abwechslungsreichen Alltag als Bundestagsmitglied in Berlin.

Anke Just zeigte Jens Beeck ihre selbst entworfenen und entwickelten Sättel und erklärte wie die handgefertigten Sättel in den schottischen, englischen und italienischen Manufakturen produziert werden. Das Team von Anke Just, führte Jens Beeck durch den Neubau ihres Reitsportfachgeschäftes in dem fast alle führenden Marken vertreten sind. Herr Beeck war sehr interessiert, da er früher selbst geritten ist.

Anke Just und ihre Mitarbeiter freuten sich über das Engagement unseres Bundestagsabgeordneten in Berlin und wünschten ihm für seine vielfältigen Aufgaben viel Erfolg.

Zum Abschluss gab es noch ein Gruppenfoto mit dem gesamten Team von Anke Just Sattel & Co..

Staat muss einfacher und unkomplizierter werden

Jens Beeck zu Gast im Frerener Rathaus (Foto: Ingo Lüttecke)
Jens Beeck zu Gast im Frerener Rathaus (Foto: Ingo Lüttecke)
Zu einem „Kennenlernengespräch“ war der im letzten Jahr neu gewählte FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Beeck aus Lingen jetzt zu Gast in der Samtgemeindeverwaltung Freren.

Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz begrüßte ihn gemeinsam mit der ersten Samtgemeinderätin Sonja Ahrend im Rathaus und stellte ihm die Samtgemeinde, sowie aktuelle Projekte vor. Diskutiert wurden insbesondere auch die immer größeren Herausforderungen bei der Durchführung von öffentlichen Ausschreibungen und beim Planungsrecht. „Das komplizierte Ausschreibungsrecht entwickelt sich zu einer ernsten Gefahr für die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung. Das Zusammentreffen von Bauboom und Fachkräftemangel führt dazu, dass immer mehr Unternehmen sich an den bürokratischen Ausschreibungen gar nicht mehr beteiligen, sondern bevorzugt für private Auftraggeber tätig werden“, so Beeck. Auch hier müsse der Staat wieder einfacher und unkomplizierter werden, um die Handlungsfähigkeit gerade der Kommunen zu erhalten.

Jens Beeck MdB besucht fradashop GmbH in Gersten - Zweite Chancen nutzen

Von links nach rechts: Frank Spiekermann mit seinen beiden Söhnen Max und Piet, Jens Beeck, Dirk Meyer (Vorsitzender FDP Emsland-Süd), Norbert Brüggemann (FDP-Ratsherr der Gemeinde Gersten), Beate Laake (Vorstand FDP Emsland), Dagmar Spiekermann. (Foto: Ingo Lüttecke)
Von links nach rechts: Frank Spiekermann mit seinen beiden Söhnen Max und Piet, Jens Beeck, Dirk Meyer (Vorsitzender FDP Emsland-Süd), Norbert Brüggemann (FDP-Ratsherr der Gemeinde Gersten), Beate Laake (Vorstand FDP Emsland), Dagmar Spiekermann. (Foto: Ingo Lüttecke)
Gersten. Spätestens seit dem Gewinn des Sonderpreises für Kleingründungen Nordwest 2018 ist der Onlineshop für Werkzeuge und Maschinen mit dem Namen „fradashop“ nicht nur in Gersten ein Begriff. Der hiesige Bundestagsabgeordnete Jens Beeck (FDP) machte sich nun ein Bild vor Ort und war von der außergewöhnlichen Unternehmensleitung mehr als begeistert.

Der Gründerpreis der Beratungsgesellschaft Nordwest aus Rhauderfehn möchte mit dem Preis ein positives Gründungsklima in der Region schaffen und den Mut zur Selbstständigkeit fördern. Und dass Mut bei der Gründung dieses Online-Shops vorhanden war, davon konnte sich nun auch der Bundestagsabgeordnete Jens Beeck in Gersten überzeugen. Seit 2015 finden Heimwerker, Handwerker und Profis beim Werkzeugshop Fradashop.de ein gewaltiges und erlesenes Sortiment. 80% seines Umsatzes erzielen Frank Spiekermann und sein Team durch Onlineverkäufe. „Aber auch der Vorort-Verkauf nimmt stetig zu“, so Spiekermann. Hierfür hat er in der 1. Etage seines Unternehmens einen Showroom eingerichtet.

Bereits vor 10 Jahren hatte Frank Spiekermann den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Damals passte die Firmenstrategie nicht. Emotional berichtet er von der damaligen Zeit. Doch er nutzte seine 2. Chance und ist stolz auf die jüngste Auszeichnung. Parallelen erkannte Jens Beeck mit seiner FDP im Bundestag. „Im Jahr 2013 sind wir zurecht aus dem Deutschen Bundestag gewählt worden. Aber auch wir nutzen unsere 2. Chance und stehen seit dem Comeback im Jahr 2017 mehr denn je als eigenständige Partei mit einem eigenen Profil da. Für uns Freie Demokraten sind der Wille zum Erfolg und der Mut zum Scheitern zwei Seiten einer Medaille. Deshalb wollen wir jedem Menschen eine zweite Chance ermöglichen“, so Beeck abschließend.

Jens Beeck MdB besucht die Gemeinde Langen - 4G-Netz nicht zu vernachlässigen

Von links nach rechts: Franz Uhlenberg (Bürgermeister Gemeinde Langen, Jens Beeck und Ingo Lüttecke
Von links nach rechts: Franz Uhlenberg (Bürgermeister Gemeinde Langen, Jens Beeck und Ingo Lüttecke
Langen. Zu einem weiteren Antrittsbesuch war der Bundestagsabgeordnete Jens Beeck jetzt zu Gast beim Bürgermeister Franz Uhlenberg in Langen. Begleitet wurde Beeck von Ingo Lüttecke (FDP-Ratsherr der Gemeinde Langen).

Diskutiert wurden insbesondere die immer größeren Herausforderungen für eine ländliche Kommune wie Langen gegenüber größeren Städten. Die Probleme bei öffentliche Ausschreibungen, der vollständige Glasfaserausbau und die Ausweitung des Mobilfunknetzes kamen ebenfalls zur Sprache. Jens Beeck erklärte zum Thema Mobilfunkausbau: „Bei der kommenden Versteigerung der 5G-Frequenzen im Mobilfunkbereich sollten sie Mobilfunkanbieter dazu verpflichtet werden, das bestehende 4G-Netz nicht zu vernachlässigen. Stattdessen soll es gerade auf dem Land flächendeckend erweitert werden.“ Ein flächendeckendes 5G-Netz würde wesentlich mehr Sendestationen benötigen. Die Bundesnetzagentur mahnte bereits Angemessenheit und wirtschaftliche Zumutbarkeit für die Netzbetreiber zu berücksichtigen. „Der Kompromiss der 4G Standardgrundversorgung könnte ländliche Kommunen wie beispielsweise Langen helfen“, so Beeck abschließend.

FDP Niedersachsen Sommertour in Lingen

Generalsekretär Konstantin Kuhle in Lingen
Generalsekretär Konstantin Kuhle in Lingen
Welche Erwartungen und Wünsche haben Sie an den Landesverband FDP Niedersachsen? Diese und noch mehr Fragen stellte der neue Generalsekretär Konstantin Kuhle den Mitgliedern im Rahmen einer Sommertour. Letzten Freitag waren wir Emsländer an der Reihe. Zu Gast waren u.a. auch die beiden Bundestagsabgeordnete Matthias Seestern-Pauly und Jens Beeck. Danke für das Gespräch.

Kritik am Land im Lingener Rat wegen steigender Kitakosten

Dirk Meyer kritisiert Landesregierung
Dirk Meyer kritisiert Landesregierung
Lingener Tagespost - Lokales vom 27.08.2018
Von Thomas Pertz

Lingen. Der Lingener FDP-Ratsherr Dirk Meyer hat Kritik an der Landesregierung im Zusammenhang mit den finanziellen Ausgleichsregelungen für Kommunen nach der Entscheidung zur Beitragsfreiheit in Kindertagesstätten geübt.

Er forderte den Lingener CDU-Landtagsabgeordneten Christian Fühner auf, sich in Hannover für Nachbesserungen einzusetzen. Fühner konnte wegen einer Plenarsitzung in der Landeshauptstadt nicht an der Ratssitzung in Lingen teilnehmen. „Wir als Stadt Lingen müssen das ‚Geschenk‘ der Landesregierung ausgleichen“, kritisierte der Liberale.

Oberbürgermeister Dieter Krone bestätigte die Einschätzung von Meyer und verwies darauf, dass die kommunalen Spitzenverbände in Niedersachsen nachdrücklich auf die Mehrkosten für die Kommunen wegen des Wegfalls der Elternbeiträge hingewiesen hätten. Die von der Landesregierung angebotene Ausgleichsregelung sei unzureichend. Statt wie bisher 20 Prozent der Personalkosten will das Land zunächst 55 Prozent erstatten, bis 2021 dann 58 Prozent. Zu wenig, wie zum Beispiel der Niedersächsische Gemeindebund meint. "Leider hat sich die Landesregierung nicht weiter bewegt", kritisierte der Lingener Verwaltungschef.
Er sei im Übrigen sehr froh darüber,dass es in Lingen gelungen sei, in diesem Jahr allen Eltern einen Kitaplatz für ihre Kinder anbieten zu können ,sagte Krone. Die Betriebskosten für Sach- und Personalkosten betragen für die neuen Betreuungsplätze rund 840.000 Euro. Weitere Kraftanstrengungen würden, so Krone, auch in Zukunft notwendig sein. So könne insbesondere im Krippenbereich niemand die weitere Entwicklung voraussehen.

Koopmann: Todeskreuzung

CDU-Ratsherr Martin Koopmann sprach in der Sitzung den schweren Unfall auf der Osnabrücker Straße im Juli in Höhe der Kreuzung Mundersumer Straße und Schnittkamp an. Die Straße Schnittkamp nutzen viele Pkw-Fahrer als Abkürzung auf dem Weg nach Baccum. Bei dem Unfall waren acht Menschen schwer verletzt worden. In Bramsche werde inzwischen von einer "Todeskreuzung" gesprochen, sagte Koopmann. "Da muss etwas geschehen", meinte der CDU-Politiker. Platz genug für einen Kreisverkehr zum Beispiel sei vorhanden. Dieser würde auch zu einer deutlichen Verminderung der Geschwindigkeit beitragen.

Digitalisierung der Verwaltung - Stadt Lingen plant Bürgerportal für Online-Anträge

Lingener Tagespost - Lokales vom 23.08.2018
Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Bei der Stadt Lingen Leistungen wie beispielsweise Wohn- oder Elterngeld online beantragen? Bislang ist dies nicht möglich, was sich aber ändern soll. Im Finanzausschuss hat Erster Stadtrat Stefan Altmeppen jetzt ein Konzept zur Digitalisierung der Verwaltung vorgestellt.

„Wir müssen den Anforderungen an eine moderne Verwaltung Rechnung tragen und den Prozess der Digitalisierung intensiv vorantreiben“, sagte Altmeppen. Einige Leistungen der Verwaltung könnten schon heute online beantragt werden. Als Beispiele nannte Altmeppen die Buchung von Aktionen beim Ferienpass, die Wiederbeschaffung verlorener Gegenstände über das Fundbüro, die Ausleihe in der Stadtbücherei, die Genehmigung von Schwerlasttransporten und Online-Bewerbungen auf Stellen bei der Stadt Lingen. Konkret in Planung beziehungsweise Umsetzung seien ein Online-Anmeldeverfahren für Krippen und Kitas, das Bezahlen von Parkgebühren mit dem Smartphone sowie die Bezahlung online bestellter Theaterkarten.

Bürgerportal geplant

Diese Maßnahmen seien aber nur erste Schritte in Richtung Digitalisierung, erfolgten jedoch bislang vereinzelt, oft auf Initiative einzelner Fachbereiche, heißt es in dem vorgelegten Konzept. „Formulare runterladen und dann ausgedruckt an die Verwaltung zu schicken, ist nicht mehr Stand der Technik“, erklärte Altmeppen. Es sollten der Internetauftritt der Stadt optimiert und ein sogenanntes Bürgerportal geschaffen werden. „Zu Beginn wollen wir dort die zehn am häufigsten angefragten Dienstleistungen online anbieten“, sagte der Erste Stadtrat. Welche dies sind, blieb auf Nachfrage unserer Redaktion bei der Verwaltung offen. Diese seien noch nicht ermittelt.

Anträge digital bearbeiten

Das Bürgerportal solle kompatibel zu entsprechenden Portalen der Bundes- und Landesverwaltungen sein, erklärte Altmeppen. Auch werde eine einheitliche Lösung im gesamten Landkreis Emsland angestrebt. Flankierende Maßnahmen zur Einrichtung dieses Bürgerportals liefen teilweise schon parallel zu den weiteren Überlegungen. Hierzu gehöre unter anderem auch, dass in allen Fachbereichen der Verwaltung online gestellte Anträge auch digital weiterverarbeitet werden könnten. Guido Franke, Fachbereichsleiter Personal und Innere Dienste der Stadt Lingen, erklärte: „Wenn wir die Digitalisierung der Verwaltung umsetzen wollen, werden wir unsere Serverkapazitäten erweitern müssen.“

Zusätzliches Angebot zum bisherigen Verfahren

Das Konzept wurde von Dirk Meyer (FDP) gelobt: „Hier wird eine sinnhafte Digitalisierung geplant. Es ist richtig, dass Portale geplant sind, mit denen digitale Anträge digital weiterverarbeitet werden können.“ Auch Sozialdemokrat Hermann-Otto Wiegmann äußerte sich grundsätzlich positiv: „Es ist richtig, was hier angestoßen wird.“ Wichtig sei jedoch laut Wiegmann, dass für Menschen, die sich dem Digitalen nicht öffnen würden, die bisherigen Verfahren weiter erhalten blieben. Zudem befürchtete Wiegmann, dass die Zahl der Vorgänge in den Ortsverwaltungen abnehmen würde. Altmeppen erklärte, beim Bürgerportal würde es sich um einen zusätzlichen Service handeln. „Wir müssen abwarten, wie sich dies entwickelt“, erklärte der Erste Stadtrat. Auf Nachfrage von Hermann Gebbeken (CDU) erklärte Altmeppen, dass die Bezahlung von Parkgebühren mit dem Smartphone vorerst nur für die von der Stadt direkt bewirtschafteten Parkplätze gelten solle. „Wir sind aber wegen der Parkhäuser und Tiefgaragen in Gesprächen mit den Wirtschaftsbetrieben“, erklärte Altmeppen.

Als fortlaufenden Prozess fortführen

Der Finanzausschuss beschloss einstimmig, dass das vorgestellte Konzept zur Digitalisierung als fortlaufender Prozess fortgeführt werden soll. Die Verwaltung wurde beauftragt, halbjährlich über die Entwicklung zu berichten.

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Kommentar von Wilfried Roggendorf:

DIGITALISIERUNG DER VERWALTUNG
Fortschritt in Lingen bedeutet, alte Zöpfe abzuschneiden

Lingen. Die Lingener Stadtverwaltung zu digitalisieren, ist ein richtiger Schritt, selbst wenn er zu Lasten der Ortsverwaltungen gehen sollte, meint unser Kommentator.

Das jetzt von der Verwaltung der Stadt Lingen vorgelegte Konzept zur Digitalisierung ist ein konsequenter Schritt in die richtige Richtung.

In Zeiten, in denen von vielen Berufstätigen sowohl zeitliche als auch räumliche Flexibilität erwartet wird, kostet ein Behördengang die Betroffenen oft einen Urlaubstag. Sich den Gang ins Rathaus sparen und stattdessen rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres, einen Antrag online stellen zu können, kommt sicherlich vielen entgegen. Dies gilt genauso für Bürger, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Diese Anträge dann im Rathaus digital weiterzubearbeiten, ist die logische Konsequenz. Dies spart letztendlich Zeit und Papier.

Die Sorge, dass die Ortsverwaltungen durch die Digitalisierung noch weniger frequentiert würden als bislang schon, ist sicherlich nicht ganz unbegründet. Aber Fortschritt bedeutet nun auch einmal, gegebenenfalls lieb gewonnene alte Zöpfe abzuschneiden. Es gilt, die Kosten und den Nutzen zu analysieren. Wenn die Kosten der Ortsverwaltungen in keinem Verhältnis mehr stehen, ist das Geld in größeren Serverkapazitäten besser angelegt.

Zwischen Bahnhof und Übergang - Stadt Lingen möchte Vorkaufsrecht für Areal an der Burgstraße

Lingener Tagespost - Lokales vom 22.08.2018
Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Der Planungs- und Bauausschuss (PBA) der Stadt Lingen hat dem Rat einstimmig vorgeschlagen, eine Vorkaufsrechtssatzung für den Bereich „Burgstraße nördlich der Bernd-Rosemeyer-Straße“ zu beschließen.

Laut Vorlage der Verwaltung werden damit folgende Ziele verfolgt: Die Grundstücke sollten einer der innerstädtischen Lage angemessenen Nutzung auch im Sinne der Nachverdichtung zugeführt werden. „Diese sind derzeit untergenutzt und zeigen aus Sicht der Stadt eine dem Ort nicht angemessene Nutzung (Baustoffhandel)“, schreibt die Verwaltung. Es solle die Möglichkeit der Neuordnung und eines besseren Zuschnittes der Grundstücke, die teilweise nur schwer zu erreichen sind, bestehen. Gegebenenfalls komme auch eine Verbreiterung der Burgstraße oder die Schaffung öffentlicher Infrastruktur dort in Betracht.

Keine Kaufpflicht

Stadtbaurat Lothar Schreinemacher erläuterte dies in der Sitzung des PBA näher: „Es handelt sich um einen attraktiven innenstadtnahen Bereich für Wohnen und Dienstleistungen“, sagte der Stadtbaurat. Allerdings könnten viele der innenliegenden Grundstücke auf der rund 9000 Quadratmeter großen Fläche nicht erschlossen werden. Schreinemacher hob hervor, dass mit der Satzung nur eine Vorkaufsmöglichkeit geschaffen würde, nicht jedoch eine Kaufpflicht. „Die Satzung bedeutet nicht, dass wir dort sofort einsteigen wollen. Nur wenn dort ein Grundstück zum Verkauf steht, können wir in den Vertrag einsteigen“, erläuterte der Stadtbaurat.

Fraktionsübergreifende Zustimmung

CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling sagte, die Straße habe sich dort positiv entwickelt. „Das ist ein interessanter Bereich“, meinte Hilling. Die Stadt würde dort nur eingreifen, wenn dort etwas passiere, was städtebaulich nicht sinnvoll sein. „Dann haben wir dort einen Fuß in der Tür“, erklärte Hilling. Er betonte, dass durch die Vorkaufsrechtssatzung keine Nachteile für die Eigentümer geben werde. SPD-Ratsherr Stefan Wittler begrüßte die Satzung ebenfalls. FDP-Ratsherr Dirk Meyer dankte der CDU und lobte sie dafür, den Antrag auf die Satzung in den Verwaltungsausschuss eingebracht zu haben. „Wir wünschen uns jedoch, mehr zu einem Gesamtkonzept in der städtebaulichen Entwicklung Lingens zu kommen“, erklärte der Liberale.

Künftig bis 23 statt 22 Uhr - Lingener Parkhäuser sollen länger offen sein

Lingener Tagespost - Lokales vom 17.08.2018

Tiefgaragen in Lingen bald bis 23 Uhr geöffnet
Tiefgaragen in Lingen bald bis 23 Uhr geöffnet
Lingen. Die Tiefgarage am Markt und das Parkhaus am Rathaus in Lingen sollen künftig bis 23 Uhr statt bis 22 Uhr geöffnet sein. Sonn- und feiertags bleiben die Tore weiterhin geschlossen.

Einen entsprechenden Beschluss hat jetzt einstimmig der Wirtschafts- und Grundstücksausschuss (WGA) gefasst. Der Vorstoß ist letztlich ein Kompromiss. Der ursprüngliche Antrag von Dirk Meyer (FDP) beinhaltete eine Erweiterung der Öffnungszeiten bis 24 Uhr. Zunächst hatte der FDP-Politiker einen Antrag auf eine Ausweitung der Öffnungszeiten bis 24 Uhr gefordert — unter Hinweis auf eine öffentlich ins Spiel gebrachte Anregung des CDU-Ortsverbandes Lingen-Mitte. Martin Koopmann (CDU) sprach sich im Ausschuss für 23 Uhr aus — eine Regelung, der sich die Vertreter aller Parteien anschließen mochten.

„Soziale Kontrolle“

Die Argumente für die Ausweitung der Öffnungszeiten montags bis freitags in den Abendstunden lieferte Oberbürgermeister Dieter Krone. Der Verwaltungschef nannte unter anderem eine positive Entwicklung der Innenstadt mit diversen Gaststätten sowie soziale Kontrolle und Sicherheitsaspekte. So könnten unter anderem Frauen in den bewachten Parkhäusern sicher ihr Fahrzeug abstellen. Gegen eine Ausweitung auf 24 Uhr argumentierte Krone mit Kostengründen und der Aussage, dass etliche Gaststätten in der Innenstadt bereits um 22.30 Uhr schlössen. Somit hätten Gäste ausreichend Zeit, bis 23 Uhr ihre Fahrzeuge aus den Parkhäusern abzuholen. Darüber hinaus verwies der Oberbürgermeister auf zahlreicheweitere innerstädtische Parkplätze. Sollte die Erweiterung gut angenommen werden, könne in zwei Jahren nochmals über Öffnungszeiten bis 24 Uhr nachgedacht werden, sagte der Verwaltungschef.

Sonn- und Feiertags weiterhin geschlossen

Eine Öffnung an Sonn- und Feiertagen war in der Ausschusssitzung kein Thema. Vielmehr achteten Ausschussmitglieder bei der Formulierung des Kompromissantrags akribisch darauf, Sonn- und Feiertage auszuschließen. So wird es dabei bleiben, dass an den Tagen sämtliche Parkhäuser in der Stadt geschlossen sind.

Test für zwei Jahre

Die neuen Öffnungszeiten sollen zunächst versuchsweise für zwei Jahre eingeführt werden — nebst einer Zwischenbilanz in einem Jahr. Die Verwaltung kalkuliert für die Erweiterung mit jährlichen Kosten in Höhe von rund 12000 Euro.

Zweiter Versuch

Der jetzige Vorstoß ist bereits der zweite Versuch: Bereits im März 2007 hatte die Stadt ihre Parkhäuser länger geöffnet, dieses allerdings bereits im Dezember 2007 wieder zurückgenommen. Damals hatte sich der finanzielle Aufwand laut Verwaltung auf rund 20000 Euro belaufen, abzüglich der Einnahmen in Höhe von 1344,35 Euro. Zwischen 21 und 24 Uhr waren damals insgesamt 1969 Parker gezählt worden. Dieses Mal hoffen die Verantwortlichen auf eine größere Resonanz. Erreicht werden soll diese unter anderem durch verstärkte Information auf diversen Wegen.

„Schwarz-rote Null“

Die veranschlagten 12000 Euro Mehrkosten brutto sind ein entsprechend kleiner Anteil an den Gesamtkosten. 2016 brachten die Parkhäuser in der Stadt Gesamteinnahmen in Höhe von knapp über zwei Millionen Euro. Und das bei Kosten etwa in selber Höhe. Diese Zahlen nannte Ulrich Boss, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Lingen, die die Parkhäuser in der Stadt betreiben, auf Anfrage der Redaktion. Auf lange Sicht stehe am Ende eines Geschäftsjahres stets eine „schwarz-rote Null“, so Boss.

Blick auf die Nachbarn

Mit dem künftigen Angebot schließt die Stadt Lingen in Teilen auf Meppen und Rheine auf. In Meppen sind Parkhäuser werktags ebenfalls bis 22 Uhr geöffnet, das Parkhaus im Einkaufszentrum“ MEP“ zumindest freitags und samstags bis 23 Uhr. Darüber hinaus sind Domhof und „MEP“ auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Krasser ist der Unterschied zu Rheine. Knapp die Hälfte der dortigen Parkhäuser und Tiefgaragen ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Sie bieten zusätzlich einen Nachttarif für die Zeit zwischen 19/20 Uhr und 6.30 Uhr von pauschal zwei Euro an.

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Kommentar von Sven Lampe:

Nur ein erster kleiner Schritt in Lingen

Lingen. Es ist löblich, dass die Stadt Lingen die Öffnungszeiten zweier Parkhäuser in der Innenstadt in den Abendstunden verlängern möchte. Zugleich ist es nach Auffassung unseres Kommentators nur ein erster kleiner Schritt.

Der genannte Sicherheitsaspekt und die erhoffte weitere Steigerung der Attraktivität der Innenstadt sind richtig und nachvollziehbar. Positiv ist auch die Bereitschaft, nach der erlittenen Pleite vor mehr als zehn Jahren einen neuen Versuch zu starten.

Provinziell

Etwas provinziell erscheint hingegen die standhafte Weigerung, sich mit einer Öffnung der Parkhäuser an Sonn- und Feiertagen zu befassen. Sicherlich wissen Einheimische, wo sie ihr Auto abstellen können. Ortsunkundige orientieren sich allerdings häufig an Parkhäusern. Diese dürften nur bedingt begeistert sein, vor verschlossenen Toren zu stehen.

Beispiel Rheine

Die Stadt Lingen, die oft ihre oberzentrale Bedeutung hervorhebt, hinkt in diesem Fall hinterher. Insbesondere die durchaus vergleichbare Stadt Rheine zeigt, wie es auch gehen kann. Die jetzt angekündigte Erweiterung ist so nur ein erster kleiner Schritt.