FDP Emsland-Süd

Wahlen im Landesfachausschuss Sportpolitik

Der LFA Sport trifft sich regelmäßig im Niedersächsischen Landtag
Der LFA Sport trifft sich regelmäßig im Niedersächsischen Landtag
Unser Schatzmeister Ingo Lüttecke wurde am 9. Juni zum stellvertretenen Vorsitzenden des Landesfachausschusses (LFA) Sportpolitik gewählt. Wir gratulieren und freuen uns auf noch mehr sportpolitische Themen im Ortsverband FDP Emsland-Süd und Kreisverband FDP Emsland. Mögliche Themen sind z.B. die Instandhaltung und Investitionen und Sportstätten, die Schwimmfähigkeit insbesondere von Kindern und Jugendlichen, die Vereinbarkeit von (Ganztags-)Schulen und Vereinssport, Integration und Inklusion, Prävention und Rehabilitation, Sportstrukturen, Schulsport, Finanzierungsfragen des Sports, die Zukunft des Ehrenamtes oder die Sicherheit in und um Fußballstadion sowie die Wahrung der Fan- und Bürgerrechte an Spieltagen. #fdpemsland

Kurzfristige Sperrungen - Eichenprozessionsspinner macht vor Lingener Spielplätzen nicht halt

Lingener Tagespost - Lokales vom 13.06.2018
Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Bei ihren wöchentlichen Sichtkontrollen der Lingener Spielplätze finden die Mitarbeiter der Firma Reholand häufig Nester des Eichenprozessionsspinners. Die Härchen der Raupen können allergische Reaktionen auslösen.

„Wir finden fast jeden Tag Nester – und nicht nur eines“, schilderte Herbert Kuer von Reholand jetzt die Situation in der jüngsten Sitzung des Beirates Spielräume der Stadt Lingen. Bei Gefahr würden die Spielplätze kurzfristig bis zur Beseitigung der Nester durch eine Fachfirma gesperrt. „Das haben wir kürzlich beim Spielplatz am Jägerplatz so gemacht“, erklärte Kuer. Reholand würde das Auftreten des Eichenprozessionsspinners sofort an die Stadt Lingen beziehungsweise deren Bauhof melden. „Die schicken sofort jemanden“, versicherte Kuer auf Nachfrage von Ratsherr Marc Riße (Bürgernahe).

Vom Juckreiz bis zu lebensbedrohlichen Reaktionen

Wie gefährlich die Raupe für den Menschen sein kann, sagte Dr. Michael Adams, CDU-Ratsherr und Arzt, im Beirat Spielräume: „Das reicht bei Berührung oder Kontakt mit durch die Luft fliegenden Härchen von einem starken und länger andauernden Juckreiz bis hin zu lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen“, erklärte der Mediziner.

Menschen über das Problem aufklären

FDP-Ratsherr Dirk Meyer schlug angesichts dessen vor, die Menschen besser über das Problem aufzuklären. Dies sah auch Georg Lohmann (CDU) so: „Wir können nicht alle Nester des Eichenprozessionsspinners sofort bekämpfen.“

Vorkommen online melden

Riße forderte, eine Telefonnummer zu nennen, unter der auch am Wochenende Nester der Raupe gemeldet werden könnten. „Im Zweifel ist am Wochenende die Polizei der richtige Ansprechpartner“, erklärte Andreas Witt vom Fachdienst Schule und Sport. Diese würde städtische Stellen dann verständigen. Frank Botterschulte, Leiter des Fachbereiches Jugendhilfe, Arbeit und Soziales, bat die Bürger darum, auch am Wochenende, per Meldeformular auf der Homepage der Stadt Vorkommen von Nestern des Eichenprozessionsspinners mitzuteilen.

Fachfirmen zur Beseitigung sind ausgelastet

In Gesprächen mit unserer Redaktion am Rande der Sitzung wurde deutlich, dass nicht jedes Nest des Eichenprozessionsspinners sofort bekämpft werden kann. Die entsprechenden Fachfirmen, die die Nester Absaugen würden, seien aktuell sehr stark ausgelastet, hieß es.

Bei Wettkämpfen - Sportausschuss Lingen diskutiert Zuschüsse für Nutzung des Linus

Lingener Tagespost - Lokales vom 12.06.2018
Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Auf Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lingen hat sich der Sportausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit den Nutzungsgebühren für die Linus Wasserwelten beschäftigt.

Ausgelöst hatte den Antrag eine Berichterstattung unserer Redaktion. Darin hatten sich der Schwimmverein Blau-Weiß Lingen und die DLRG darüber beklagt, dass die Gebühren für die Ausrichtung von Wettkämpfen, beispielsweise Bezirksmeisterschaften, von den Vereinen nicht getragen werden könnten.

25 Trainingseinheiten pro Woche

Stadtkämmerin Monika Schwegmann trug vor, das elf Vereine insgesamt 25 Trainingseinheiten pro Woche im Linus absolvieren würden. Dabei würden zwischen einer und aller sechs Bahnen des Sportbeckens genutzt. Die DLRG Lingen nutze zusätzlich das Lehrschwimmbecken. 2017 seien hierfür Kosten von 72.468,75 Euro angefallen. Davon habe die Stadt Lingen mit 52.427,50 Euro 72,35 Prozent als Zuschuss getragen. Der Eigenanteil der Vereine habe bei 20.040,75 Euro gelegen.

Keine Zuschüsse für Wettkämpfe

Im Detail erklärte Schwegmann, dass die Kosten für die Nutzung des Sportbeckens pro Bahn und Stunde bei 18,50 Euro lägen. Die Stadt zahle einen Zuschuss von 13,50 Euro, so dass die Vereine hierfür, seit 2003 unverändert, einen Anteil von 5 Euro zu tragen hätten. Für die Nutzung des Lehrschwimmbeckens betrage der Kostensatz 30,50 Euro. Hierfür gebe es einen Zuschuss von 20 Euro. Diese Zuschüsse würden jedoch nur für Trainingsstunden, nicht jedoch bei der Ausrichtung von Wettkämpfen, gezahlt, stellte Schwegmann auf Nachfrage unserer Redaktion klar.

Zehn Jahre lang keine Anträge gestellt

Für die Durchführung von Wettkämpfen verwies die Kämmerin auf die Sportförderrichtlinien der Stadt Lingen. Demnach könnten überregionale Sportveranstaltungen von Bezirksmeisterschaften an aufwärts mit einem Drittel der förderungsfähigen Gesamtkosten, maximal jedoch 510 Euro, bezuschusst werden. „In den letzten zehn Jahren wurden keine Zuschussanträge vom Schwimmsportverein gestellt“, betonte Schwegmann. Die Förderung der Vereine erfolge in einem ausreichenden Umfang.
Plaggenborg: Sportförderrichtlinien überdenken

Manfred Schonhoff (CDU) wies mit Blick auf die Nutzung von Umkleiden und Duschen darauf hin, dass die Vereine im Linus frei von Vor- und Nachbereitungsleistungen, wie beispielsweise der Reinigung, seien. Sein Fraktionskollege Hermann Gebbeken erklärte: „Wir sind mit rund 70 Prozent Zuschuss zu den laufenden Kosten gut aufgestellt.“ Ralf Plaggenborg (SPD) wies darauf hin, dass die Vereine bei Wettkämpfen im Linus keine Einnahmen aus Gastronomie erzielen könnten, da diese in den Wasserwelten vergeben sei. Auch wenn die Förderung insgesamt kein Problem sei, sollten die Sportförderrichtlinien in Bezug auf die Ausrichtung von Wettkämpfen überdacht werden.

Vertreter der Vereine einladen

Als „ärgerlich“ bezeichnete es der Sozialdemokrat, dass der Protest der Vereine in der Zeitung erscheine, ohne das die Zusammenhänge klar seien. Eine Ansicht, die Dirk Meyer (FDP) teilte: „Ich verstehe nicht, dass sich in der Lingener Tagespost beschwert wird, aber zehn Jahre lang niemand auf die Stadt zugegangen ist.“ Ausschussvorsitzender Uwe Diedrichs (CDU) entgegnete dem Liberalen, dass es im Sommer 2017 ein Gespräch der Vereine mit dem ersten Stadtrat Stefan Altmeppen gegeben habe. Robert Koop (Bürgernahe) erklärte, er fände es gut, wenn Vertreter des Schwimmvereins Blau-Weiß und der DLRG im Sportausschuss ihre Position darlegen könnten.

FDP Emsland-Süd: Förderung für alle Sportarten

Foto: TC Lingen Blau-Weiß
Foto: TC Lingen Blau-Weiß
Lingen. Die FDP Emsland-Süd fordert die Gleichbehandlung aller Sportarten und kritisiert damit die Förderrichtlinien des Landkreises Emsland. Das teilen die Freien Demokraten nach ihrer Vorstandssitzung beim Tennisverein Blau-Weiß Lingen in ihrer Pressemitteilung mit.

Der Landkreis Emsland fördert seine 342 Vereine mit insgesamt 113.413 Mitgliedern (Stand: 01.01.2017). Allerdings findet nicht jede Sportart Berücksichtigung. So verhindert die CDU-Kreistagsfraktion die Förderung des Tennissports mit der Begründung der vielen Investitionsmaßnahmen. Dabei ist der Tennissport kein Randsportthema im Landkreis Emsland. Mit 65 Vereinen und 7.465 Mitgliedern gehören die Tennissportler nach Fußball und Turnen zu den Top 3 Sportarten im Landkreis. Der Bundestagsabgeordnete Jens Beeck aus Lingen erklärte dazu: „Wir fordern eine Gleichbehandlung aller Sportarten. Wir müssen das fördern, was die Bürger wollen“. Der Vorsitzende des FDP Ortsverbandes Dirk Meyer ergänzte: „Tennis ist ein Breitensport. Hier könnte man beispielsweise anhand eines Kriterienkataloges Tennisvereine ebenfalls in die Förderung aufnehmen. Ein Kriterium wäre beispielsweise die Teilnahme am Punktspielbetrieb oder die Etablierung von Jugendmannschaften.“

Als Gastredner begrüßten die Freien Demokraten in ihrer Vorstandssitzung den Vorsitzenden des Lingener Tennisvereins BW Lingen Dr. Jürgen Rapin. Er berichtete über die aktuelle Lage des Tennisvereins und über zukünftige Investitionsmaßnahmen. „Für die Sanierung unserer Tennishalle wird mittelfristig eine Summe in einem hohen 5-stelligen Bereich fällig“. Außerdem begrüßte er die neue Tenniskampagne „Unser Tennis – Unser Sport – Unsere Leidenschaft“ des Deutschen Tennisbundes.

69. Bundesparteitag in Berlin

#InnovationNation
#InnovationNation
Ein kleiner Rückblick in den Mai. Beim 69. Bundesparteitag der FDP in Berlin waren auch zwei emsländische Delegierte vor Ort. Marion Terhalle und Jens Beeck durften sich über viele gute Gespräche, interessante Eindrücke und engagierte Debatten freuen. #fdpemsland

77. Landesparteitag der FDP Niedersachsen

#WillkommenAufDemNeuenWeg
#WillkommenAufDemNeuenWeg
Willkommen auf dem neuen Weg! Das ist die emsländische Delegation beim 77. Landesparteitag der FDP Niedersachsen in Hannover. Unser Bundestagsabgeordneter Jens Beeck aus Lingen wurde zudem in dem geschäftsführenden Landesvorstand der FDP Niedersachsen wiedergewählt. Herzlichen Glückwunsch! #fdpemsland #fdpemslandsüd #jensbeeck #willkommenaufdemneuenweg

Straßenausbaubeitragssatzung außer Kraft setzen

Wir fordern die Straßenausbau- beitragssatzung außer Kraft zu setzen!
Wir fordern die Straßenausbau- beitragssatzung außer Kraft zu setzen!
Die Fraktion der FDP stellt den Antrag, die Straßenbaubeitragssatzung der Stadt Lingen (Ems) vom 26. Januar 1990 außer Kraft zu setzen und die durch das Niedersächsische Kommunalabgabengesetz (NKAG, § 6) gegebene Möglichkeit zur Beitragserhebung nicht in Anspruch zu nehmen. Die Freien Demokraten fordern zukünftig auf die Inanspruchnahme von Anliegerbeiträgen zu verzichten und die notwendige Finanzierung über anderweitige Steuern und Abgaben wie zum Beispiel Grundsteuern und Erschließungskosten sicherzustellen.

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Lingener Tagespost - Lokales vom 11.04.2018
Beim Straßenausbau - FDP und BN: Auf Anliegerbeiträge in Lingen verzichten

Lingen. Die Fraktionen von FDP und Bürgernahen haben für die nächste Sitzung des Lingener Stadtrates am 24. April 2018 einen Antrag gestellt, die Straßenausbaubeitragssetzung außer Kraft zu setzen. Auf die Inanspruchnahme von Anliegerbeiträgen bei einem Straßenausbau solle verzichtet werden.

Das Niedersächsische Kommunalabgabengesetz gibt den Gemeinden und Landkreisen die Möglichkeit, zur Abdeckung ihrer Investitionskosten Beiträge zu erheben, die ihnen durch die Herstellung, Anschaffung, Erweiterung, Verbesserung oder Erneuerung ihrer öffentlichen Einrichtungen entstehen. So können sie für ihre Straßen Straßenausbaubeiträge erheben. Zwei Drittel der Kommunen in Niedersachsen schreiben eine Beteiligung der Anwohner per Straßenausbaubeitragssatzung vor. Das andere Drittel verzichtet auf das bürokratische Wortungetüm und treibt das Geld anders ein.

In einer Mitteilung verweisen die Liberalen darauf, dass die Höhe der Beiträge, die von den Grundstückseigentümern erhoben werden, für die Betroffenen, insbesondere sozial schwächere und ältere Menschen, existenzbedrohende Ausmaße annehmen könnten. Anlieger von Kreis-, Landes- oder Bundesstraßen seien von solchen Beiträgen nicht betroffen. „Für Lingener Bürger hängt es also davon ab, an welchen Straßen ihre Grundstücke liegen, ob sie zur Kasse gebeten werden oder nicht“, so die FDP. Nach ihrer Meinung sei diese derart eklatante Ungleichbehandlung der Grundstückseigentümer nicht akzeptabel.
Aufwendige Abrechnung

„Kein Bürger kann letztlich entscheiden, ob seine Straße ausgebaut wird oder nicht, die Entscheidung liegt allein beim Stadtrat“, erklärte FDP-Ratsherr Dirk Meyer. Gerade der Sanierungsstau bei den Innenstadtstraßen werde in Zukunft dazu führen, dass sie vom Grunde auf saniert werden müssten und die Bürger zu Beiträgen herangezogen werden, auch wenn Oberbürgermeister Dieter Krone dies bei seiner Vorstellung in der FDP verneint habe.

Koop contra CDU

Auch die Fraktion der Bürgernahen tritt für die Aufhebung der Satzung ein und hat einen Antrag gestellt, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung zu setzen. Sie verweisen auf eine Anfrage der BN im letzten Jahr, wonach in den letzten zehn Jahren nur in vier Jahren Abrechnungen erfolgt seien, woraus sich ein Abrechnungsdurchschnitt von gut 60000 Euro im Jahr ergebe. In den Jahren seit 2013 seien gar keine Abrechnungen erfolgt.

Zur weiteren Begründung weist BN-Fraktionsvorsitzender Robert Koop darauf hin, dass die Satzung schon angesichts ihres komplizierten Abrechnungsaufwandes keinen relevanten Ertrag erbringe. „Es kommt hinzu, dass nur die grundlegende Instandsetzung innerstädtischer Straßen abgerechnet wird, und dies nicht einmal in jedem Fall. So solle der Langschmidtsweg trotz vollständiger Umgestaltung nicht abgerechnet werden, der wesentlich kleinere Bereich Niebuers Kamp/Kolkstraße aber doch.“

Auseinandersetzung um Langschmidtsweg

Bei diesem Thema war Koop im September 2017 heftig mit der CDU aneinandergeraten. In einer Sitzung des Planungs- und Bauausschusses hatte der BN-Ratsherr kritisiert, dass die Anlieger des betroffenen Teils der Kolkstraße zur Kasse gebeten würden, die am Langschmidtsweg jedoch nicht. Diese werde aber ebenfalls grundlegend saniert. Ob die Regelung am Langschmidtsweg deshalb so getroffen worden sei, weil dort „ein Fraktionsvorsitzender“ wohne, fragte Koop und meinte damit CDU-Fraktionschef Uwe Hilling. Dieser wies Koops Äußerung sofort zurück. Über das Thema Straßensanierung und Kostenbeteiligung der Anlieger lasse sich kontrovers diskutieren, meinte Hillings Fraktionskollege Thomas Brümmer in der Sitzung: „Aber zu suggerieren, dies läge nur daran, weil dort ein Fraktionsvorsitzender wohnt, ist schlicht unverschämt.“ Für die Arbeiten am Langschmidtsweg waren keine Anliegerbeiträge erhoben worden.

Was die Anträge von FDP und BN anbelangt, könnten die zu erwartenden Einnahmeausfälle, so die BN, aus dem allgemeinen städtischen Etat getragen werden. Eine Erhöhung der Grundsteuern scheide aus, weil diese regelmäßig von den Grundeigentümern auf vorhandene Mieter über die Nebenkosten umgelegt würden. Diese Umverteilung sei daher abzulehnen. Die FDP schlägt vor, eine Finanzierung über anderweitige Steuern und Abgaben wie zum Beispiel Grundsteuern und Erschließungskosten sicherzustellen.

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Kommentar von Thomas Pertz:
Applauspotenzial

Lingen. Die Forderung der Ratsfraktionen von FDP und Bürgernahen nach einem Verzicht auf Anliegerbeiträge beim Straßenausbau in Lingen hat zunächst einmal viel Applauspotenzial.

Auch die Kompliziertheit des Abrechnungsverfahrens, die mögliche finanzielle Überforderung einzelner Anlieger und die Tatsache, dass bereits ein Drittel der Kommunen in Niedersachsen auf diese Beiträge verzichtet, sind gute Gründe zum Nachdenken über die Sinnhaftigkeit der Satzung.

Wie so häufig steckt aber auch hier der Teufel im Detail. Wie soll eine alternative Finanzierung solcher Maßnahmen beim Straßenausbau dann aussehen? Ist es gerechter, wenn alle Steuerbürger in der Stadt mit zur Kasse gebeten werden?

Das Für und Wider der Anträge von FDP und BN gilt es in den städtischen Gremien abzuwägen – schön wäre im Sinne der Sache in fairer Art und Weise.

Infoabend der FDP - Koop: Innenstadt von Lingen darf kein Heimatmuseum werden

Rund 70 Bürger besuchten die Versammlung mit Robert Koop
Rund 70 Bürger besuchten die Versammlung mit Robert Koop
Lingener Tagespost - Lokales vom 04.04.2018
Von Thomas Pertz

Lingen. Ein Gesamtkonzept für die Stadt Lingen hat Oberbürgermeisterkandidat Robert Koop gefordert. Der Fraktionsvorsitzende der Bürgernahen war am 3. April 2018 in die Räume des Seniorenvereins Gelingen gekommen, um seine politischen Vorstellungen zu erläutern.

Die Resonanz war groß. Rund 70 Bürger drängten sich in den Saal. Knapp 20 waren es vergangene Woche beim Besuch von Oberbürgermeister Dieter Krone gewesen. Neben der innerstädtischen Entwicklung kamen unter anderem Themen in den Bereichen Wohnraum, Pflege, Verkehr und Fachkräftemangel zur Sprache.

Innenstadt darf kein Heimatmuseum werden

„Wir müssen aufpassen, dass die Innenstadt nicht zu einem Heimatmuseum wird, wo man ab und zu hingehen kann“, meinte Koop mit Blick auf die geplante oder schon vollzogene Ansiedlung von Verbrauchermärkten an der Peripherie. Zurzeit gebe es „harte Verhandlungen“ im Bereich der Georgstraße, wo der nächste Supermarkt „die Axt an die Innenstadt“ anlegen könnte. Auch die Planungen des Einrichtungshauses BvL an der Lindenstraße würden nicht ohne Auswirkungen auf die Innenstadt bleiben: „Ich bin davon überzeugt, dass es der Stadt nicht guttut, wenn die Lokomotive Innenstadt auf das Abstellgleis kommt.“ Die Politik der Mehrheitsfraktion, auch die des Oberbürgermeisters, sehe nur das einzelne Projekt, nicht aber die Auswirkung auf andere.

Koop: Brauchen AST und können es uns leisten

Koop sprach sich für einen verbesserten ÖPNV aus und meinte damit nicht nur den „Lili“-Bus, sondern auch das vor Jahren abgeschaffte Anrufsammeltaxi (AST). „Wir brauchen es wieder und können es uns auch leisten“, sagte der Kandidat.

Digitalisierung ein Schwerpunkt

Ein Schwerpunkt bei der Modernisierung der Stadt muss nach seiner Auffassung die Digitalisierung bilden. Diese Entwicklung dürfe Lingen nicht verschlafen. Da dürfe es zum Beispiel auch keine „weißen Flecken“ geben, was schnelles Internet in der Stadt anbelange. Handlungsbedarf sah der Kandidat außerdem bei der Stadtverwaltung selbst. „Wir brauchen eine engagierte, schlanke Stadtverwaltung“, meinte der Fraktionsvorsitzende der Bürgernahen. Wie dies funktioniert, hat nach seinen Worten der frühere Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring gezeigt. Da sei nicht jedes Mal bei einer neuen Aufgabe auch eine neue Stelle geschaffen worden. Es gehe darum, Aufgaben neu zuzuschneiden, wenn zum Beispiel Mitarbeiter ausscheiden.

Koop: CDU als Bremser beim Wohnungsbau

Was die Bereitstellung von günstigem Wohnraum anbelangt, kritisierte Koop, dass die Gründung einer Wohnungsbaugenossenschaft in Lingen viel zu lange gedauert habe. Hier ist seinen Worten zufolge die CDU der Bremser gewesen.

„Es gibt nicht von überall her solche Beschwerden“

Deutliche Kritik übte der Kandidat aber auch am Oberbürgermeister und dessen bisheriger Amtszeit seit 2010.. „Reicht es aus, was Dieter Krone in dieser Zeit auf den Weg gebracht hat?“ Der Fraktionsvorsitzende der Bürgernahen verneinte es. Zum Thema Pflege und hier insbesondere zur Diskussion über das Alloheim in Reuschberge forderte Koop, dass dieses Thema „Chefsache“ für den Oberbürgermeister sein müsse. Diesen Eindruck habe er nach dem gemeinsamen Aktenstudium mit Fraktionskollegin Sabine Stüting nicht gewonnen. Der 66-Jährige distanzierte sich auch von Krones Einschätzung, dass das Alloheim nicht besser und nicht schlechter sei als alle anderen auch. „Es gibt nicht von überall her solche Beschwerden“, sagte er mit Hinweis auf eine Auszubildende dort, die laut Akteneintrag ganz allein auf einer Station mit 25 Pflegebedürftigen war.

Versammlung der FDP - Krone: Über 5000 neue Jobs seit 2010

Rund 20 Bürger besuchten die Versammlung mit Dieter Krone
Rund 20 Bürger besuchten die Versammlung mit Dieter Krone
Lingener Tagespost - Lokales vom 31.03.2018

Fragen zur Verkehrssituation und zu den Themen Pflege, Wohnen und Betreuungsplätze haben am Donnerstagabend eine Veranstaltung der FDP mit Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone geprägt.

Von Thomas Pertz

Lingen. Vorsitzender Dirk Meyer hatte den Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am 22. April in die Räumlichkeiten des Seniorenvereins „Gelingen“ eingeladen. Kommenden Dienstag um 19.15 wird dort der zweite Kandidat, Robert Koop von den Bürgernahen, seine Vorstellungen erläutern. Rund 20 Bürger waren am Donnerstagabend gekommen.

Die Basis allen kommunalpolitischen Handels ist Krones Worten zufolge eine florierende Wirtschaft. Diese entwickelt sich nach seinen Angaben in Lingen hervorragend. Das Ergebnis seien über 5000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze seit 2010. Rund 450 Millionen Euro investiere die Wirtschaft in den nächsten Jahren am Standort Lingen. „Ich wüsste keine andere Stadt, die daran auch nur annähernd herankommt.“ Die Kommune profitiere von dieser Entwicklung mit ausgeglichenen Haushalten in den kommenden Jahren. Die Beibehaltung der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Stadt nannte er als vordringliche Aufgabe. Dazu gehöre auch die Gestaltung der Energiewende, die in Lingen mit der Abschaltung des Kernkraftwerkes Ende 2022 ein Datum fixiert.

Was die Verkehrsbelastung in der Innenstadt anbelangt, betonte Krone, dass die Stadt ein intelligentes Verkehrs- und Parkleitsystem benötige. Ein solches Konzept werde derzeit erarbeitet. „Die einzelnen Ampeln müssen miteinander vernetzt werden“, sagte der Oberbürgermeister. Gleichwohl werde es in einer Stadt, in der etwas los sei, auch Staus geben. Die Einführung des Lili-Busses bezeichnete er als großen Erfolg. Auch dieses System werde weiter optimiert.

Ein Bürger kritisierte das Verhalten von Radfahrern in der Fußgängerzone. Die darf zwischen 18 Uhr am Abend und zehn Uhr morgens von Radfahrern befahren werden. Oft genug sind sie aber auch tagsüber unterwegs. „Dies ärgert mich auch“, sagte der Verwaltungschef. Was den Lieferverkehr in der Innenstadt anbelangt, würden demnächst versenkbare Poller eingebaut. „Ab 10 Uhr ist für den Lieferverkehr Stopp“, betonte Krone.

Die Attraktivität der Stadt bringt es nach seinen Angaben mit sich, dass die Nachfrage nach Wohnraum weiter steigen wird. Die neu gegründete Wohnungsbaugenossenschaft werde ihren Beitrag leisten, auch Wohnraum für kleinere Einkommen zu schaffen. Was die in die Kritik geratene Pflegeeinrichtung Alloheim im Emsauenpark anbelangt, sagte Krone, „dass dieses zu Unrecht in Verruf geraten ist“. Das Alloheim sei nicht besser und nicht schlechter als alle anderen auch. Die Frage einer Bürgerin, ob die Stadt genügend Betreuungsplätze bereithalte, bejahte der Oberbürgermeister. Dieser Platz liege aber nicht immer direkt vor der Haustür. Krone kündigte außerdem den Bau einer kommunalen Kindertagesstätte in der Innenstadt an.


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