FDP Emsland-Süd

Jens Beeck (FDP) zu Besuch bei Schulte Trockenbau in Langen

Von links nach rechts: Norbert Brüggemann (Ratsherr Samtgemeinde Lengerich), Rainer Levelink (FDP-Landtagskandidat), Otto Schulte, Jens Beeck (FDP-Bundestagskandidat), Beate Laake (Vorstandsmitglied FDP Emsland), Ingo Lüttecke (Ratsherr Gemeinde Langen)
Von links nach rechts: Norbert Brüggemann (Ratsherr Samtgemeinde Lengerich), Rainer Levelink (FDP-Landtagskandidat), Otto Schulte, Jens Beeck (FDP-Bundestagskandidat), Beate Laake (Vorstandsmitglied FDP Emsland), Ingo Lüttecke (Ratsherr Gemeinde Langen)
Langen. Zu einem konstruktiven Gedankenaustausch kam es nun zwischen dem Bundestagskandidaten der FDP Jens Beeck aus Lingen und dem Unternehmen Schulte Trockenbau aus Langen. Begleitet wurde Beeck von Rainer Levelink (FDP-Kandidat zur Landtagswahl), Norbert Brüggemann (Ratsherr der Samtgemeinde Lengerich), Ingo Lüttecke (Ratsherr der Gemeinde Langen) und Beate Laake (Vorstandsmitglied der FDP Emsland).

Geschäftsführer Otto Schulte stellte sein Handwerksunternehmen, welches für kompetente Betreuung rund um den Trockenbau und Innenausbau steht, den interessierten Gästen vor. Mit über 20 hoch qualifizierten Mitarbeitern in der Montage verbindet das mittlerweile 19 jährige Unternehmen traditionelles Handwerk mit modernster Technik. Neben der Vorstellung des Unternehmens wurde auch über aktuelle Probleme des Handwerks gesprochen. „Das Handwerk hat derzeit ein Nachwuchsproblem, denn viele Schulabgänger bevorzugen ein Studium anstatt einer beruflichen Ausbildung“, erklärte Otto Schulte. Jens Beeck und die FDP möchte daher das in Deutschland erfolgreiche berufliche Bildungssystem stärken, zu dem die duale Ausbildung und die Abschlüsse der Höheren Beruflichen Bildung (zum Beispiel: Meister, Fachwirte und Betriebswirte) gehören. Auch die zunehmende Bürokratisierung kam zur Sprache. „Für eine Entbürokratisierung nicht nur im Handwerk, werden wir uns auf Landes- und Bundesebene einsetzen", versprach Beeck abschließend.

CDU-Kritik an Hausplan in Laxten 15 Wohneinheiten an Kiesbergstraße geplant – Beeck: Genau das, was wir wollen

Lingener Tagespost - Lokales vom 12.10.2017
Von Thomas Pertz

Eine längere Diskussion im Planungs- und Bauausschuss hat ein Bauvorhaben an der Kiesbergstraße 31 in Lingen ausgelöst. Auf dem Gelände des früheren Parkplatzes der Gärtnerei Dust entsteht ein Mehrfamilienhaus mit 15 Wohnungen.

Lingen. Wie Baudezernent Lothar Schreinemacher in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses erläuterte, ist ein lang gestreckter Baukörper entlang der Kiesbergstraße mit insgesamt 15 Wohnungen im Erdgeschoss, Ober- und Dachgeschoss vorgesehen. Die geplante Baumaßnahme entspreche dem geltenden Bebauungsplan dort und sei genehmigungsfähig.

Für die CDU-Fraktion erwiderte Uwe Hilling, dass die CDU „nicht sehr glücklich“ sei mit der Planung. Der Fraktionsvorsitzende bezog dies insbesondere auf die Länge des Gebäudes. „Wir hätten uns da durchaus eine Teilung gewünscht“, sagte der Fraktionsvorsitzende. Ähnlich äußerte sich sein Kollege Jürgen Herbrüggen. Es sei schwer vorstellbar, dass das Bauvorhaben „die Nachbarschaft bereichert“. Stadtbaurat Schreinemacher verwies darauf, dass die Alternative zur Bebauung dieses Grundstücks eine Bebauung im Außenbereich wäre. „Bevor ich aber nach außen gehe, ist es richtig, nach innen zu entwickeln“, sagte der Baudezernent.

Verwundert über die Kritik aus der CDU zeigte sich der FDP-Fraktionsvorsitzende Jens Beeck. „Es entsteht dort genau das, was wir wollen“, sagte Beeck zu dieser Bebauung von freien Grundstücken in bestehenden Wohnlagen der Stadt. Wenn dann aber konkret geplant werde nach den Maßstäben des bestehenden Bebauungsplans, sei es den Christdemokraten zu massiv. „Wenn wir an innerörtlichen Erschließungsstraßen nicht bauen dürfen – wo dann noch?“, fragte der Liberale abschließend.

Das Areal rund um die ehemalige Gärtnerei Dust erschließt der Lingener Investor Christoph Stöckler, der seine Pläne 2011 im Ortsrat Laxten vorstellte.

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Kommentar von Thomas Pertz:

Dass die CDU Probleme mit dem geplanten Mehrfamilienhaus an der Kiesbergstraße hat, ist verwunderlich. Denn was dort stattfindet, ist nichts anderes als Nachverdichtung: die Bebauung noch freier Grundstücke innerhalb einer Wohnsiedlung nämlich oder, wie an der Kiesbergstraße, die Umwandlung von Gewerbeflächen in neue Wohngebiete.

Eine solche Vorgehensweise ist sinnvoll, um den zunehmenden Flächenverbrauch einzudämmen und zugleich neue Wohnungen bauen zu können. Sie wurde in Lingen schon an verschiedenen Stellen umgesetzt. Darüber besteht auch Einigkeit zwischen den Ratsfraktionen. Wichtig ist natürlich, dass die Maßstäblichkeit des jeweiligen Bauvorhabens beachtet wird. Was maßstäblich ist oder nicht, lässt allerdings viel Interpretationsspielraum zu. Hier darf die Politik in Lingen aber ruhig auf die Fachkenntnis und das Fingerspitzengefühl von Stadtbaurat Schreinemacher vertrauen.

Die Lingener CDU führt viele gute Gründe an, wenn sie sich für eine weitere, behutsame Wohnbauentwicklung in den Ortsteilen einsetzt. Der Flächenverbrauch dort ist aber nur dann akzeptabel, wenn gleichzeitig auch Bauvorhaben wie die an der Kiesbergstraße möglich bleiben. Dies mag nicht jedem Nachbarn dort gefallen. Aber wer in der Stadt wohnt, kann nicht davon ausgehen, dass er aus dem Fenster stets auf unverbautes Land schaut.

Bundes- und Landtagskandidaten der FDP informieren sich bei der Polizei

Quelle: www.presseportal.de/blaulicht/pm/104234/3705476
Quelle: www.presseportal.de/blaulicht/pm/104234/3705476
Lingen (ots) - Am Mittwochnachmittag waren der Bundestagskandidat Jens Beeck und die beiden Landtagskandidaten Dirk Meyer und Rainer Levenlink zu Gast bei der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim. Die drei FDP-Politiker sind aktuell Mitglieder der Stadträte in Lingen beziehungsweise Meppen. Neben lokalen Themen, wie der durch die Polizei geforderten Sperrstunde im Meppener Bermuda-Dreieck und den Kriminalitästsbrennpunkten in Lingen, standen auch bundes- und landespolitische Sicherheitsthemen auf der Agenda. Nach der Begrüßung durch den Inspektionsleiter, Karl-Heinz Brüggemann, erhielten die Besucher eine Führung durch das Inspektionsgebäude. Insbesondere der technisch auf dem neuesten Stand befindliche Raum für polizeiliche Großlagen, beeindruckte die Politiker.

Im Rahmen eines intensiven Gedankenaustausches machte Brüggemann anschließend klar, dass er sich nach wie vor ausdrücklich für eine Wiedereinführung der Sperrstunde im Meppener Kneipenviertel ausspreche. "Die statistische Entwicklung seit Abschaffung der Schließungspflicht, spricht eine deutliche und äußerst besorgniserregende Sprache", so der Leitende Polizeidirektor. Gleiches gelte aus polizeilicher Sicht für die Hotspots des Nachtlebens in Lingen. Die Diskothek Joker und Gaststätten, wie das Double In am Konrad-Adenauer-Ring, beschäftigen die Beamten an vielen Wochenenden über Gebühr. Jens Beeck betonte, dass seine FDP-Fraktion viele der Probleme bereits erkannt hat. "Wir haben die Verwaltung der Stadt Lingen aufgefordert, gemeinsam mit der Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim, ein Konzept zur Verbesserung der Situation rund um die genannten Örtlichkeiten zu erstellen", so Beeck. Die ergebnisoffene Analyse müsse natürlich auch die Sinnhaftigkeit einer möglichen Sperrstunde, wie auch einer Ausweitung der Videoüberwachung beinhalten. "Wir sind hier schließlich an einer echten Lösung der Probleme interessiert", ergänzte Dirk Meyer. Die FDP-Fraktion des Meppener Stadtrates hatte sich hingegen bereits deutlich gegen eine Sperrstunde ausgesprochen.

Konsens herrschte insbesondere darin, dass die Polizei als Ganzes sowohl personell, als auch materiell deutlich besser aufgestellt werden müsse. "Nur so können die Beamten ihrem stetig wachsenden Aufgabenspektrum auch tatsächlich Herr werden. Dafür sowie für eine Entbürokratisierung unterschiedlicher Verwaltungsbereiche, werden wir uns auf Landes- und Bundesebene einsetzen", versprach Beeck abschließend.

Quelle: www.presseportal.de/blaulicht/pm/104234/3705476

Arbeitswelt, soziale Sicherung und Europa: Das waren die Themenschwerpunkte der Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten im Wahlkreis Mittelems am Dienstagabend in Messingen.

Podiumsdiskussion in Messingen
Podiumsdiskussion in Messingen
Lingener Tagespost - Südliches Emsland von 10.08.2017
Von Thomas Pertz

Messingen. Eingeladen zu diesem „Wahlcheck“ hatte das Kolpingwerk. Unter der Moderation von Wilfried Ripperda und Ludwig Vehr, Vorsitzende der Kolpingbezirke in Lingen und Freren, hatten die Bundestagskandidaten Albert Stegemann (CDU), Daniela De Ridder (SPD), Jens Beeck (FDP), Reinhard Prüllage (Bündnis 90/Die Grünen), Roberto Linguari (Die Linke) und Danny Meiners (AfD) Gelegenheit, sich zu diesen Themenkomplexen zu äußern. Matthias Franke, Vorsitzender im Kolping-Gebietsverband Emsland, achtete darauf, dass die Wortbeiträge nicht in allzu langen Monologen ausarteten. Das Interesse an diesem ersten Aufeinandertreffen war groß. Es waren zwar nicht alle Stühle im Saal Thünemann besetzt, die meisten aber schon.

Arbeitswelt: Prüllage kritisierte, dass atypische Beschäftigungsverhältnisse inzwischen zur Norm geworden seien. Gerade im Emsland und in der Grafschaft gebe es viel prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Die Veränderungen in der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung („Industrie 4.0“) würde viele Menschen „freisetzen – ein furchtbares Wort“, so der Grünen-Politiker. Die „Industrie 4.0“ eröffne auch neue Chancen, meinte De Ridder. „Eine Antwort ist Qualifikation, Aus- und Weiterbildung“, betonte die SPD-Bundestagsabgeordnete. AfD-Kandidat Danny Meiners kritisierte, dass manche Berufe unter Wert bezahlt würden. Die Leiharbeit, einst zum Auffangen von Auftragsspitzen eingeführt, diene nur noch dazu, die Löhne zu drücken. Ihm hielt Albert Stegemann entgegen, dass gesetzliche Regelungen inzwischen Arbeitnehmer in der Zeitarbeit besser schützten, was die Bezahlung und Umwandlung der befristeten in feste Arbeitsverhältnisse anbelange. Reagiert habe die Bundesregierung auch bei den Arbeitsverträgen in Schlachtbetrieben, so der CDU-Abgeordnete, wie De Ridder seit 2013 für den hiesigen Wahlkreis im Bundestag.

Dorthin will Jens Beeck. Der Lingener Ratsherr kandidiert für die FDP auf Platz 2 der Landesliste und würde in den Bundestag einziehen, wenn die Liberalen die Fünf-Prozent-Hürde überspringen. Beeck verwies auf „einige atypische Arbeitsverhältnisse“ in der eigenen Erwerbsbiografie. In der „Arbeitswelt 4.0“ laufe vieles nicht glatt. Einiges sei überreguliert. Es gelte, bei den Unternehmen mehr Flexibilität zuzulassen. „Starke Gewerkschaften“ forderte Roberto Linguari, der für Die Linke kandidiert. Nur so sei es möglich, Lohndumping zu verhindern. Der Schüttorfer forderte außerdem, dass die politischen Vertreter mehr die Sprache der Bürger sprechen sollten. Viele könnten mit dem Begriff „Industrie 4.0“ nichts anfangen.

Soziale Sicherung: Meiners sprach sich beim Thema Rentensicherung für mehr Anreize wie höheres Kindergeld für Familien aus, damit wieder mehr Kinder geboren würden. „Ein totales Absinken des Rentenniveaus werden wir verhindern“, versicherte Stegemann. Es werde aber kein System geben, das an jeder Stelle totale Gerechtigkeit erzeuge.

Für einen moderaten Umbau des Systems, das auf mehr Säulen ruhen müsse, sprach sich Beeck aus. „Es kann nicht sein, dass immer mehr Rentner Pfandflaschen sammeln müssen“, meinte Linguari. Er forderte mehr Aktivitäten, um Altersarmut zu verhindern. Eine Erhöhung der Erwerbsquote und damit der Beitragszahler in die Rentenversicherung sprach Prüllage an. Dazu sei zwingend auch ein Einwanderungsgesetz notwendig. Wer könne es sich überhaupt leisten, privat für die Rente vorzusorgen?, fragte De Ridder. Höhere Löhne seien notwendig. Der vereinbarte Mindestlohn reiche nicht.

Europa: Ein vehementes Plädoyer für Europa hielt der Grünen-Kandidat. „Wir brauchen ein Europa der Bürger, nicht der Wirtschaftbosse und des Finanzkapitals“, sagte Prüllage. Deutschland habe durch sein Handeln in der EU die notwendige Sensibilität vermissen lassen, meinte Beeck. Die Wertegemeinschaft in der Europäischen Union ist für ihn nicht verhandelbar. Wer da nicht mitgehe, müsse ausscheiden. Gemeinsame Wertvorstellungen seien eine Illusion, sagte der Linke Linguari.

De Ridder, die die deutsche und belgische Staatsbürgerschaft hat, hob ebenso wie Stegemann den Friedensbeitrag hervor, den die Europäische Union geleistet habe. Es gebe sehr wohl einen gemeinsamen Wertekonsens, so Stegemann. „Wir wollen Europa nicht abschaffen, aber es soll wesentlich weniger zentralistisch sein als heute“, sagte Meiners.

1. Podiumsdiskussion im Wahlkreis Nr. 31 Mittelems

Ankündigungsplakat
Ankündigungsplakat
Die Sommerpause ist fast vorbei. Wir freuen uns auf den Wahlkampf und insbesondere auf die 1. Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017. Auch unser Kandidat Jens Beeck ist dabei. Los geht's am Dienstag, den 8. August um 19:00 Uhr im Gasthof Thünemann in Messingen. #jensbeeck #btw2017 #SchauenWirNichtLängerZu #DenkenWirNeu

FDP in Meppen gegen die Sperrstunde

Meppener Tagespost - Lokales vom 25.07.2017

Meppen. Der Vorstand der Meppener FDP ist gegen die Wiedereinführung einer Sperrstunde im sogenannten Bermuda-Dreieck.

Das schreibt die Partei in einer Pressemitteilung. Aufgrund von Forderungen nach einer Sperrstunde im Bermuda-Dreieck habe man sich beraten, heißt es. Das Ergebnis fasst der stellvertretende Vorsitzende Clemens Paul Schulte zusammen: „Es ist falsch, eine Sperrstunde für alle Meppener zu verhängen, wenn sich Einzeltäter an Wochenenden daneben benehmen. Es geht um ein konkretes Problem, und das gilt es gezielt anzugehen.“

Um potenzielle Täter abzuschrecken, sei es wirksamer, gegebenenfalls Hausverbote auszusprechen und diese in allen Gaststätten durchzusetzen. „Das hätte eine deutliche Signalwirkung“, ergänzt Vorsitzender Tobias Kemper, dabei stünden die Wirte in der Pflicht, sich aktiv einzubringen.
Wirte in der Pflicht

Ohnehin wären aber die bislang von der Polizei präsentierten Zahlen unzureichend, um die Wirkung einer Sperrstunde zu diskutieren, meint die FDP. „Weder sind Uhrzeiten berücksichtigt, noch die besonderen Einzelvorfälle im Zusammenhang mit den Spielen des SV Meppen, die keinen Bezug zur Thematik haben.“ Allerdings stimme es bedenklich, wie sich der Inspektionsleiter der Polizei im Gespräch mit der Meppener CDU äußert ( wir berichteten). Die Wortwahl offenbare eine geringe Wertschätzung der nächtlichen Kneipenbesucher und es sei eine unangemessene Pauschalierung, wenn unterstellt werde, dass diese lediglich „die ganze Nacht weitersaufen“ wollten. Vor allem gelte es, zu bewerten, ob tatsächlich eine Verhältnismäßigkeit vorliege, wenn wegen weniger Chaoten eine Quasi-Ausgangssperre für die ganze Bahnhofstraße verhängt werde.
„Mehr Entspannung“

Die FDP sieht jedoch eine weitere Motivation der Polizei, sich für eine frühere Schließung der Gaststätten einzusetzen: Nachdem die Diskothek Update in Meppen-Versen geschlossen habe, ließen sich bei einer Sperrstunde im Bermuda-Dreieck die letzten Stunden einer Nachtschicht für die Beamten womöglich entspannter angehen. „Dafür gibt es aber keine Sperrstunde“, ergänzt Rainer Levelink, gleichzeitig Kandidat für die anstehende Landtagswahl. „Vielmehr muss das Land Niedersachsen die bürokratischen Belastungen der Schutzpolizisten reduzieren und personell gegensteuern.“

Hermann Grupe sieht tiefe Einschnitte ins Eigentumsrecht - FDP-Landtagsmitglied kritisiert Entwurf für Agrarstrukturgesetz, die Grünen und Landesregierung

Hermann Grupe MdL zu Gast
Hermann Grupe MdL zu Gast
Lingener Tagespost - Lokales vom 12.07.2017

Von Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Der FDP-Landtagsabgeordnete und Agrarexperte Hermann Grupe hat in Wietmarschen die Landwirte dazu aufgerufen, selbstbewusst für ihren Berufsstand zu kämpfen und sich nicht an den Pranger stellen zu lassen.

Vor 25 Gästen ging Grupe, der Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung im Niedersächsischen Landtag ist, auf Entwicklungen in der Landwirtschaft ein. Der Landwirt aus dem Weserbergland rechnet nicht damit, dass das Agrarstrukturgesetz noch in der laufenden Legislaturperiode verabschiedet wird.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Landwirte mit einer Hofgröße von 25 Prozent einer Gemarkung als marktbeherrschend angesehen werden und somit für weiteren Zukauf von Grund gegenüber weiteren Bietern benachteiligt werden. Grupe kritisierte, dass das Gesetz tiefe Einschnitte in das Eigentumsrecht bedeute, ohne die vorgegebenen Ziele auch nur ansatzweise zu erreichen. Nach seiner Meinung hat die Landesregierung keine Ahnung von den Strukturen vor Ort.

Heftige Kritik übte er an den Grünen. Es sei haarsträubend, mit welchen Unwahrheiten und Nichtwissen die Landwirte von ihnen diffamiert würden: „Bei Fake News sind die Grünen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump weit voraus.“

Die Liberalen stünden für eine etwaige „Ampelkoalition“ (SPD, Grüne und FDP) nach der Landtagswahl am 14. Januar 2018 wegen unüberbrückbarer Gräben zu den Grünen definitiv nicht zur Verfügung, betonte Grupe. Der Agrarexperte rief die Landwirte dazu auf, verstärkt in die Öffentlichkeit zu gehen, um deren Anliegen transparent zu machen. „Die Landwirtschaft in Niedersachsen ist mit dem vor- und nachgelagerten Gewerbe der zweitwichtigste Wirtschaftszweig“, hob er hervor. Die moderne Landwirtschaft setze auf moderne Technik beziehungsweise Digitalisierung, um Ökonomie und Ökologie noch besser zu vereinbaren.

In der anschließenden Diskussion bemängelten Teilnehmer die vielfach fehlende Akzeptanz der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit. Dabei seien es die deutschen Landwirte, die im weltweiten Vergleich besonders umweltfreundlich wirtschaften würden, hieß es.

Der Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Grafschaft Bentheim, Thomas Brüninghoff, trat für eine ideologiefreie Agrarpolitik ein. FDP-Bundestagskandidat Jens Beeck aus Lingen forderte eine Stärkung des ländlichen Raumes.

Politiker und das soziale Netz - Diskussion in Wietmarschen

Lingener Tagespost - Lokales vom 01.07.2017

Beim Grafschafter Online-Stammtisch haben in Wietmarschen Kommunalpolitiker über ihre Aktivitäten in sozialen Medien berichtet.

Von Christiane Adam

Wietmarschen. Trump twittert täglich. Nicht erst seit der Präsident der USA seine politischen Statements über den Kurznachrichtendienst Twitter heraushaut, nutzen Politiker Social Media-Kanäle, um die Wähler zu erreichen. Sabine Nuffer, Social-Media-Managerin aus Nordhorn und Begründerin des Grafschafter Online-Stammtischs, hat in Wietmarschen nachgefragt, wie Politiker aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland es mit ihrer Präsenz im Internet halten.

Sieben Vertreter unterschiedlicher politischer Lager und Ebenen haben sich Nuffers Fragen im Stiftscafé Menke gestellt. Um es vorwegzusagen: Twitter nutzt keiner der Anwesenden. Einige hätten zwar einen Account eingerichtet, behandelten diesen aber eher stiefmütterlich, räumte etwa Andre Mülstegen, CDU-Ratsherr aus Nordhorn, freimütig ein. Hingegen verfügt jeder der Politiker über eine Facebookseite. „Da sind alle, damit ist die Reichweite sehr groß“, war die einhellige Begründung für das Engagement auf Facebook. Doch wie am besten nutzen?

Oft fehlt die Zeit

Claudia Middelberg, grünes Ratsmitglied aus Schüttorf, findet es wichtig, ihre privaten Social Media-Aktivitäten von ihren politischen zu trennen. Auch der Faktor Zeit sei bei Facebook nicht zu unterschätzen: „Ich würde gerne mehr Fragen beantworten und Stellungnahmen abgeben, aber dazu fehlt mir als ehrenamtliche Politikerin einfach die Zeit.“

Reinhold Hilbers, CDU-Landtagsabgeordneter für die Grafschaft Bentheim, sieht in Facebook allerdings auch die Möglichkeit der Zeitersparnis. „Wenn ich all das telefonisch oder brieflich machen müsste, was ich jetzt an Dialog mit den Bürgern leisten kann, wäre das unmöglich. Social Media verändert unser Kommunikationsverhalten. Die Qualität muss allerdings stimmen, es darf nicht nur schnell, schnell gehen“, unterstrich Hilbers.

Kai Schmidt, der sich als „Lehrerschmidt“ auf Youtube einen Namen gemacht hat und sich selbst als „politisch Aktiver in dritter Reihe“ bei der Initiative Pro Grafschaft bezeichnet, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Mir ist wichtig, das Feld im Internet nicht den Vollidioten zu überlassen. Ich habe das Gefühl, die klugen Köpfe haben sich zurückgezogen“, behauptete er.

Auf Diskussionen im Netz hätte sich Middelberg früher eingelassen, aber sie habe gemerkt, die Erwartungshaltung sei zu hoch: „Das hält man zeitlich nicht durch.“ Ähnliche Erfahrungen hat Jens Beeck, Bundestagskandidat der Liberalen aus Lingen, gemacht. Der Termindruck sei ohnehin sehr hoch. Deshalb sei er froh, ein Team aus ehrenamtlichen Unterstützern für seine Social-Media-Aktivitäten zu haben.

Nach althergebrachten Wahlkampfmitteln wie Plakaten oder Hausbesuchen gefragt, gab es unterschiedliche Ansichten. Thomas Brüninghoff, FDP-Kreisvorsitzender in der Grafschaft, könne sich durchaus vorstellen, dass es eines Tages Wahlwerbung nur noch in digitalisierter Form gebe, etwa auf LED-Wänden.
Wichtig sei, immer Herr über seine Social-Media-Aktivitäten zu sein. Harry Brooksnieder, SPD-Stadtrat aus Nordhorn, meint aber, das Stadtbild müsse sich vor einer Wahl verändern, damit die Bürger auf diese aufmerksam würden.

Auf die persönliche Ansprache auch in Zukunft nicht verzichten möchten Beeck und Middelberg, die sogar noch Handzettel selber herumbringen. „Man kommt dabei oft ins Gespräch und sieht viel“, stimmte Brüninghoff dem zu.

22. Grafschafter Online-Stammtisch

Quelle: Facebook (Grafschafter Online-Stammtisch)
Quelle: Facebook (Grafschafter Online-Stammtisch)
Gestern war Jens Beeck - FDP-Kandidat zur Bundestagswahl 2017 zusammen mit Thomas Brünninghoff (Kreisvorsitzender FDP Grafschaft-Bentheim) und Ingo Lüttecke (Schatzmeister FDP Emsland-Süd) zu Gast beim 22. Grafschafter Online-Stammtisch in Wietmarschen. Thema: Politiker im Netz! Danke an Sabine Nuffer für die gute Moderation. Eine Pressemitteilung folgt in Kürze in der Lingener Tagespost (noz.de) #politikerimnetz #jensbeeck


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