Pressemitteilungen - FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 27.09.2017:

Die FDP ist drin – und Jens Beeck auch

Viele Gratulanten bei der Wahlparty in Lingen
Viele Gratulanten bei der Wahlparty in Lingen
Mit dem Einzug der Freien Demokraten in den Bundestag hat es auch der Lingener Rechtsanwalt geschafft.

Lingener Tagespost - Lokales vom 25.09.2017
Von Thomas Pertz

Lingen. Der 48-Jährige, auf Platz 2 der Landesliste Niedersachsens, ist neben Albert Stegemann (CDU) und Daniela De Ridder (SPD) der dritte Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Mittelems – und der einzige Emsländer in diesem Trio.

Beeck hatte den Sonntagabend mit Parteifreunden in der Gaststätte Klaas an der Frerener Straße verbracht, wo kurz nach 18 Uhr die Prognose der TV-Sender den Wiedereinzug der Liberalen in den Bundestag verkündeten. 2013 waren sie noch an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

Der Lingener ist seit 1991 für die FDP im Stadtrat aktiv. Als 22-Jähriger war er damals jüngstes Ratsmitglied. Von 2006 bis 2011 übernahm er auch den Fraktionsvorsitz der FDP im Kreistag des Landkreises Emsland. Mit dem Vorsitz der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker in Niedersachsen kam im Jahre 2014 ein weiteres Amt hinzu.

Entbürokratisierung, Digitalisierung und Bildung sind die Politikfelder, auf die sich Beeck in der kommenden Legislaturperiode konzentrieren will. Erste Gedanken dazu kann er sich an diesem Montag ab sechs Uhr morgens im Zug nach Berlin machen. „Um 11 Uhr tagen bereits der Bundesvorstand und die neue Fraktion der FDP im Bundestag“, sagte Beeck am Sonntagabend.

Viele Gratulanten

Zahlreiche Parteifreunde hatten ihm in der Gaststätte gratuliert. Er selbst gab den Dank für die große Unterstützung in den vergangenen Wochen zurück. „Wenn uns vor zweieinhalb Jahren jemand angeboten hätte, dass die FDP 2017 mit 5,2 Prozent in den Bundestag kommt, hätte ich eingeschlagen“, sagte Beeck. Jetzt haben wir doppelt so viel, das freut uns sehr“, unterstrich der frisch gewählte Bundestagsabgeordnete unter dem Beifall seiner Parteifreunde. Darunter waren mit Ingrid Hermes und Anna Matern-Bandt auch Wegbegleiter in den sozialen Ehrenämtern, die Beeck bekleidet: Aidshilfe, Tierschutzverein, Hospizverein und der Seniorenverein „Gelingen“ sind Beispiele. Die will er auch in neuer Funktion als Abgeordneter in Berlin nicht aus den Augen verlieren, ebenso wenig wie sein Mandat im Lingener Stadtrat.

Mit politischen Versprechen hielt sich der Lingener am Sonntagabend zurück. Solche Versprechungen, die dann nicht gehalten worden seien, hätten vor vier Jahren dazu geführt, dass die FDP nicht wieder in den Bundestag eingezogen sei. Dies dürfe nicht noch einmal passieren. Entsprechend ausweichend antwortete Beeck auch auf die Frage, ob er sich eine „Jamaika-Koalition“ im Bund, bestehend aus CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, vorstellen könne. „Ich kann mir heute nur vorstellen, dass wir allen Grund zum Feiern haben“, meinte Beeck schlagfertig und mit verschmitztem Lächeln.

Zum Lachen zumute war wenige Kilometer weiter im Konrad-Adenauer-Haus der CDU niemandem so recht. Die Christdemokraten hatten bei der Bundestagswahl ein Debakel erlebt, Ratlosigkeit kennzeichnete die Gesichter im Saal. Eine ordentliche Portion Ketchup hatte Christian Fühner zum Schnitzel auf den Teller gedrückt. Ansonsten hatte Fühner, der in drei Wochen als Nachfolger von Heinz Rolfes in den Landtag einziehen will, mit der Farbe Rot nichts am Hut. „Ich finde es nicht gut, dass die SPD nur wenige Minuten nach den ersten Ergebnissen sagt, dass sie eine Regierungsbeteiligung ausschließt“, sagte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes.

Um 20 Uhr brandete dann Beifall auf, die Stimmung besserte sich. Albert Stegemann, der sein Direktmandat im Wahlkreis verteidigte und ein besseres Ergebnis erzielte als die CDU bei den Zweitstimmen, dankte allen für die Unterstützung im Wahlkampf. Erleichtert äußerte er sich darüber, dass die AfD im Wahlkreis deutlich schlechter abgeschnitten hatte als auf Bundesebene. „Darauf können wir stolz sein; wir haben hier eine funktionierende Sozialstruktur“, betonte Stegemann.
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