Pressemitteilungen - FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 16.02.2017:

Stadt Lingen soll Ölbild von Éder Oliveira kaufen - Kulturausschuss entscheidet

Lingener Tagespost - Lokales

Von Caroline Theiling

Lingen. Der Tradition folgend, wird die Stadt Lingen auch ein Werk des aktuellen Lingener Kunstpreisträgers Éder Oliveira kaufen. Einstimmig dafür ausgesprochen hat sich der Kulturausschuss, der zu seiner jüngsten Sitzung in der Kunsthalle zusammenkam. Deren Direktorin Meike Behm führte die Mitglieder durch die aktuelle Ausstellung des Brasilianers Oliveira. Dabei stellte sie den Künstler und seine Art zu arbeiten vor.

Mit der Verleihung des Kunstpreises 2016 an Éder Oliveira wurde zum ersten Mal ein außereuropäischer Künstler ausgezeichnet, so Meike Behm. Präsentiert wird zurzeit in der Kunsthalle ein Überblick über die künstlerische Arbeit von Oliveira aus den Jahren 2014 bis 2016, bestehend aus Malerei und Fotografien von Arbeiten im öffentlichen Raum, sowie Werke in Aquarell auf Papier. Während seines Aufenthaltes im Dezember hatte der Preisträger drei überdimensionale Porträts als Wandmalerei sowie ein Bild in Öl auf Leinwand angefertigt.

Nach kurzer Besprechung innerhalb der Fraktionen entschieden sich die Mitglieder einstimmig für ein Ölbild. Es gehört zu den neuesten Werken der sogenannten Pixel-Serie. Sie basiert auf Abbildungen von Menschen, die eines Verbrechens beschuldigt werden in der Presse ähnlich wie auch seine Wandmalereien. Hier wird das Gesicht der beschuldigten Person allerdings verpixelt dargestellt und somit auf würdevollere Art und Weise, als es sonst in der brasilianischen Presse geschieht.

Mit Bedauern vernahmen die Ausschussmitglieder, dass am Ende der Ausstellung die Wand mit den drei großen Porträts übermalt wird. In diesem Zusammenhang regte Jens Beeck von der FDP an, die Modalitäten des Kunstpreises so zu modifizieren, dass ein Teil des Geldes dafür verwendet werden sollte, dass ein Werk des Künstlers auch in Lingen bleibt. Statt direkt auf der Wand hätte der Künstler auch auf transportablen Materialien malen können. Beeck: „Wir haben reichlich Flächen, wie beispielsweise in der Arena, wo man die Kunst einem größeren Publikum zugänglich machen könnte.“

Seit der Verleihung des ersten Lingener Kunstpreises 1983 hat die Stadt eine vielfältige Kunstsammlung aufgebaut, die Werke der unterschiedlich arbeitenden Träger dieses Preises umfasst. Eine Preisträgerausstellung präsentiert einen Überblick über diese Sammlung. Sie wird am Freitag, 17. März, um 19 Uhr eröffnet.
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