FDP Emsland-Süd

„InduS Projekt bundesweit maßstabgebend“

v.l.n.r. Ingo Lüttecke (Wahlkreismitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Jens Beeck), Hermann Plagge (Projektleiter InduS), Michael Koop (Präsident KSB Emsland), Jens Beeck (MdB,FDP) <br />
Foto: Patrick Vehring (KSB Emsland) <br />
v.l.n.r. Ingo Lüttecke (Wahlkreismitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Jens Beeck), Hermann Plagge (Projektleiter InduS), Michael Koop (Präsident KSB Emsland), Jens Beeck (MdB,FDP)

Foto: Patrick Vehring (KSB Emsland)

Jens Beeck (MdB, FDP) zu Besuch beim KreisSportBund Emsland (KSB)

Sögel. Am vergangenen Freitag informierte sich Jens Beeck, Bundestagsabgeordneter und teilhabepolitischer Sprecher der FDP, über die Aufgaben und Handlungsfelder beim KSB Emsland und insbesondere über das Projekt „Inklusion durch Sport“ (InduS).

Nach einer kurzen Führung des KSB Präsidenten – Michael Koop – und dem Geschäftsführer – Günter Klene – durch das Haus des Sports in Sögel gab es einen informativen Austausch über die aktuelle Sportsituation im Emsland. Die vielfältigen Aufgabenfelder und Tätigkeiten die der KSB Emsland für seine 344 Sportvereine erbringt beeindruckten Jens Beeck. Durch seine Tätigkeit als teilhabepolitischer Sprecher interessierte er sich besonders für das Projekt InduS. Dies bildete dann auch einen Schwerpunkt bei seinem Informationsbesuch. Der Projektverantwortliche Hermann Plagge machte deutlich, welch großen Stellenwert das Thema Inklusion in dieser Region mittlerweile hat.

Zahlreiche emsländische Vereine sind bereits mit einem breit gefächerten inklusiven Sportangebot im Projekt aktiv. Gerade der Start der neu gegründeten inklusiven Emslandliga im Fußball traf auf großes mediales Interesse. Auch der jährlich stattfindende Sportivationstag mit bis zu 1000 Teilnehmern ist ein echtes Highlight für Menschen mit und ohne Behinderung. „Dieses Projekt ist bundesweit maßstabgebend und von Erfolg geprägt“, zeigt sich Beeck begeistert vom Projekt InduS und hofft, dass das Thema zukünftig auch in anderen Regionen einen höheren Stellenwert haben wird.

Über Gelder für Teilhabe diskutiert

Lingener Tagespost - Lokales vom 07.08.2018

Jens Beeck (rechts) hat sich mit Georg Kruse zur Diskussion getroffen. Foto: Christophorus-Werk
Jens Beeck (rechts) hat sich mit Georg Kruse zur Diskussion getroffen. Foto: Christophorus-Werk
Lingen. Jens Beeck, Bundestagsabgeordneter und Teilhabebeauftragter der FDP-Bundestagsfraktion, ist am Dienstag zu einem Antrittsbesuch im Christophorus-Werk in Lingen gewesen. Es gab laut einer Mitteilung des Christophorus-Werkes einen intensiven Austausch zwischen ihm und Geschäftsführer Georg Kruse.

Hauptthema war die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG). Von besonderem Interesse seien Fragen zur geplanten Trennung zwischen Fachleistungen, die die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen oder erleichtern, und existenzsichernden Leistungen gewesen. Sie sollen gemäß BTHG künftig aus unterschiedlichen Töpfen des Sozialsystems finanziert werden.

Das Christophorus-Werk Lingen hilft Menschen mit Behinderung, in der Gesellschaft und Arbeitswelt besser zurechtzukommen.

Gegen den Trend - Lingener Pflegeeinrichtung Kursana hat keine Personalprobleme

Lingener Tagespost - Lokales vom 27.07.2018
Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Die Pflegebranche klagt seit einigen Jahren über einen akuten Fachkräftemangel. Nicht so die Lingener Pflegeeinrichtung Kursana: Dort gibt es derzeit keine Personalprobleme. Gleichwohl nimmt Direktorin Getraud Balzen eine deutliche Veränderung bei der Personalgewinnung wahr.

„Wir haben 86 Mitarbeiter in der Pflege und 25 weitere eines externen Dienstleisters im Bereich der Hauswirtschaft“, berichtete Balzen dem FDP-Bundesabgeordneten Jens Beeck bei dessen Besuch. Kursana unternehme viel, um dieses Personal langfristig an sich zu binden. „Kein Mitarbeiter muss länger als sechs Tage am Stück arbeiten und es gibt einen verlässlichen Dienstplan“, erläuterte Balzen. Nach Möglichkeit hätten die Mitarbeiter alle 14 Tage ein freies Wochenende. Weiterbildung werde groß geschrieben und die Zeiten für Fortbildungsmaßnahmen würden als Arbeitszeit gelten.

Mischung aus Alten-, Kranken- und Heilerziehungspflegern

Balzen findet es gut, bei ihren Fachkräften über eine Mischung aus Alten-, Kranken- und Heilerziehungspflegern zu verfügen. Im Kursana gebe es neben der normalen Altenpflege einen geschützten Demenzbereich und einen Bereich für junge Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung. „Bei Letzterem arbeiten wir eng mit dem Christophorus-Werk zusammen“, erklärte Balzen.

Erste Auswirkungen des Fachkräftemangels spürbar

Doch auch die Direktorin des Kursana spürt die ersten Auswirkungen des Fachkräftemangels im Bereich der Pflege. „Früher musste mich ein potenzieller neuer Mitarbeiter überzeugen; heute muss ich ihn von unserem Haus überzeugen“, berichtete Balzen.

Änderungen in der Ausbildung problematisch

Zwölf Auszubildende hat das Kursana aktuell. Doch Balzen sieht durch eine geplante Änderung der Ausbildungsordnung in den Pflegeberufen die Ausbildungsfähigkeit ihres Hauses zumindest leicht gefährdet. Statt der bisherigen getrennten Ausbildung von Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflegern soll die Ausbildung generalisiert werden. Erst im letzten Ausbildungsjahr sollen die Auszubildenden sich spezialisieren. „Im Bereich der Kinderkrankenpflege sind wir dann auf Kooperationspartner in Lingen angewiesen, weil wir diesen Ausbildungsbereich nicht anbieten können“, erläuterte Balzen das Problem. Sie befürchtete zudem, das sich wegen der schlechteren Bezahlung weniger Auszubildende für den Bereich der Altenpflege entscheiden würden.

Besseres Ansehen der Altenpflegekräfte gefordert

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Beeck teilte diese Befürchtung: „Die geplanten Änderungen in der Ausbildung könnten die Ausbildungskapazitäten verknappen. Wir müssen uns deutlich stärker mit den möglichen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt befassen.“ Balzen wünschte sich ein besseres Ansehen der Altenpflegekräfte: „Für die Menschen, die das gerne machen, kommt Beruf von Berufung.“ Das schlechte Ansehen würde ihnen Unrecht tun. „Es fehlt der realistische Blick darauf, was in der Pflege wirklich geleistet wird“, pflichtete Beeck der Kursana-Direktorin bei.

Die MS Wissenschaft macht in Lingen Halt

Die MS Wissenschaft macht in Lingen Halt! Vom 07. bis zum 10. Juli 2018 kann das Ausstellungsschiff des Bundesbildungsministeriums im Alten Hafen (Lindenstraße) besichtigt werden.

Jens Beeck: „Unsere Gesellschaft befindet sich in einem nie dagewesenen Wandel. Dieser betrifft nahezu alle Lebensbereiche, die wir kennen – und ganz besonders unser Arbeitsleben. Viele Fragen rund um unsere Zukunft werden in der Ausstellung der MS Wissenschaft aufgegriffen. Ein Besuch lohnt sich!“

Unter dem Motto „Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft“ steuert die MS Wissenschaft insgesamt 34 Stationen in Deutschland und Österreich an. Bürgerinnen und Bürger haben hierbei die Chance, sich auf dem 100 Meter langen Frachtschiff auf eine faszinierende Reise zu begeben. Thematisiert werden hierbei viele drängende Fragen – nicht zuletzt zum wechselseitigen Einfluss von Mensch und Technologie aufeinander und zur Möglichkeiten, den Wandel zum Wohle der Gesellschaft zu gestalten.

Die Ausstellung wird empfohlen ab zwölf Jahren. Der Eintritt ist frei.

An Hauptverkehrsstraßen - Grüne fordern Schadstoffmessungen in Lingen

Lingener Tagespost - Lokales vom 13. Juni 2018

Lingen. Die Fraktion der Grünen im Lingener Stadtrat hat im Umweltausschuss beantragt, baldmöglichst Schadstoffmessungen an den verkehrsreichsten Straßen der Stadt vorzunehmen.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Michael Fuest begründete den Antrag damit, dass sich die im Ortsteil Darme befindliche Messstelle auf die Betriebe im Industriegebiet Süd beziehe. Mittels mathematischer Verfahren von den dort gemessenen Werten auf die Schadstoffwerte in der Innenstadt zu schließen, sei nicht gut. „Wir sollten vor Ort messen“, schlug Fuest vor. Für den Generalverkehrsplan der Stadt müsse man wissen, welche Belastung es an bestimmten Stellen gebe.

Ergebnisse von Modellrechnung abwarten

Stadtbaurat Lothar Schreinemacher erklärte, das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim sei 2009 mit der Durchführung von Modellrechnungen für die Stadt Lingen beauftragt worden. Diese hätten auf Grundlage von 2010 und 2011 ermittelter Verkehrsdaten ergeben, dass die Grenzwerte für Stickstoffdioxyd (NO2) und Feinstaub (PM10) eingehalten würden. Infolge aktueller Erkenntnisse aus dem Dieselskandal würden die bisherigen Modellrechnungen anhand aktueller Verkehrsdaten überprüft. Diese seien für den modelltechnisch bestimmten Belastungsschwerpunkt Meppener Straße von der Verwaltung dem Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim mitgeteilt worden. Die Ergebnisse der neuen Berechnung sollten Ende Juni vorliegen. „Wenn diese Ergebnisse an die Grenzwerte kommen, können wir entscheiden, ob wir Messungen vor Ort durchführen“, schlug Schreinemacher vor.

Lohmann: Nicht in lokalen Irrsinn verfallen

Karl-Heinz Schwarz (CDU) erklärte, natürlich gebe es Stickoxide in der Lingener Luft. „Wo kommen die her?“, fragte Schwarz und gab sich selbst die Antwort: „Durch Erdgasverbrennung beim Heizen werden viel mehr Stickoxide als durch den Verkehr produziert.“ Georg Lohmann (CDU) sagte: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in lokalen Irrsinn wie in Hamburg verfallen, wo ein kurzes Stück Straße für bestimmte Fahrzeuge gesperrt wurde, die dann lange Umwege fahren müssen.“

Meyer kritisiert OB Krone: Generalverkehrsplan nicht angefasst

Dirk Meyer (FDP) erinnerte an die Belastung durch die Schifffahrt auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Zudem warnte er vor einer „Stickoxid-Hysterie“: „Im nächsten Jahr wird dann etwas anderes ‚Schadstoff des Jahres‘ werden“, meinte der Liberale. Meyer forderte, mehr Angebote zu schaffen, damit die Kraftfahrzeuge stehengelassen würden. Für Menschen aus den umliegenden Gemeinden gebe es solche nicht. „Der ‚Lili-Bus‘ fährt nicht bis nach Langen“, nannte Meyer als Beispiel. Zudem kritisierte er Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone: „Der hat den Generalverkehrsplan der Stadt während seiner gesamten Amtszeit noch nicht angefasst.“ Schreinemacher erklärte, der Schwerpunkt der Betrachtung liege derzeit auf dem Innenstadtbereich. „Wenn wir die Leute in der Stadt haben wollen, müssen sie auch hinkommen.“ Erste Erkenntnisse zu einem neuen Verkehrskonzept werde die Verwaltung nach den Sommerferien präsentieren.

Wahlen im Landesfachausschuss Sportpolitik

Der LFA Sport trifft sich regelmäßig im Niedersächsischen Landtag
Der LFA Sport trifft sich regelmäßig im Niedersächsischen Landtag
Unser Schatzmeister Ingo Lüttecke wurde am 9. Juni zum stellvertretenen Vorsitzenden des Landesfachausschusses (LFA) Sportpolitik gewählt. Wir gratulieren und freuen uns auf noch mehr sportpolitische Themen im Ortsverband FDP Emsland-Süd und Kreisverband FDP Emsland. Mögliche Themen sind z.B. die Instandhaltung und Investitionen und Sportstätten, die Schwimmfähigkeit insbesondere von Kindern und Jugendlichen, die Vereinbarkeit von (Ganztags-)Schulen und Vereinssport, Integration und Inklusion, Prävention und Rehabilitation, Sportstrukturen, Schulsport, Finanzierungsfragen des Sports, die Zukunft des Ehrenamtes oder die Sicherheit in und um Fußballstadion sowie die Wahrung der Fan- und Bürgerrechte an Spieltagen. #fdpemsland

Kurzfristige Sperrungen - Eichenprozessionsspinner macht vor Lingener Spielplätzen nicht halt

Lingener Tagespost - Lokales vom 13.06.2018
Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Bei ihren wöchentlichen Sichtkontrollen der Lingener Spielplätze finden die Mitarbeiter der Firma Reholand häufig Nester des Eichenprozessionsspinners. Die Härchen der Raupen können allergische Reaktionen auslösen.

„Wir finden fast jeden Tag Nester – und nicht nur eines“, schilderte Herbert Kuer von Reholand jetzt die Situation in der jüngsten Sitzung des Beirates Spielräume der Stadt Lingen. Bei Gefahr würden die Spielplätze kurzfristig bis zur Beseitigung der Nester durch eine Fachfirma gesperrt. „Das haben wir kürzlich beim Spielplatz am Jägerplatz so gemacht“, erklärte Kuer. Reholand würde das Auftreten des Eichenprozessionsspinners sofort an die Stadt Lingen beziehungsweise deren Bauhof melden. „Die schicken sofort jemanden“, versicherte Kuer auf Nachfrage von Ratsherr Marc Riße (Bürgernahe).

Vom Juckreiz bis zu lebensbedrohlichen Reaktionen

Wie gefährlich die Raupe für den Menschen sein kann, sagte Dr. Michael Adams, CDU-Ratsherr und Arzt, im Beirat Spielräume: „Das reicht bei Berührung oder Kontakt mit durch die Luft fliegenden Härchen von einem starken und länger andauernden Juckreiz bis hin zu lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen“, erklärte der Mediziner.

Menschen über das Problem aufklären

FDP-Ratsherr Dirk Meyer schlug angesichts dessen vor, die Menschen besser über das Problem aufzuklären. Dies sah auch Georg Lohmann (CDU) so: „Wir können nicht alle Nester des Eichenprozessionsspinners sofort bekämpfen.“

Vorkommen online melden

Riße forderte, eine Telefonnummer zu nennen, unter der auch am Wochenende Nester der Raupe gemeldet werden könnten. „Im Zweifel ist am Wochenende die Polizei der richtige Ansprechpartner“, erklärte Andreas Witt vom Fachdienst Schule und Sport. Diese würde städtische Stellen dann verständigen. Frank Botterschulte, Leiter des Fachbereiches Jugendhilfe, Arbeit und Soziales, bat die Bürger darum, auch am Wochenende, per Meldeformular auf der Homepage der Stadt Vorkommen von Nestern des Eichenprozessionsspinners mitzuteilen.

Fachfirmen zur Beseitigung sind ausgelastet

In Gesprächen mit unserer Redaktion am Rande der Sitzung wurde deutlich, dass nicht jedes Nest des Eichenprozessionsspinners sofort bekämpft werden kann. Die entsprechenden Fachfirmen, die die Nester Absaugen würden, seien aktuell sehr stark ausgelastet, hieß es.

Bei Wettkämpfen - Sportausschuss Lingen diskutiert Zuschüsse für Nutzung des Linus

Lingener Tagespost - Lokales vom 12.06.2018
Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Auf Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lingen hat sich der Sportausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit den Nutzungsgebühren für die Linus Wasserwelten beschäftigt.

Ausgelöst hatte den Antrag eine Berichterstattung unserer Redaktion. Darin hatten sich der Schwimmverein Blau-Weiß Lingen und die DLRG darüber beklagt, dass die Gebühren für die Ausrichtung von Wettkämpfen, beispielsweise Bezirksmeisterschaften, von den Vereinen nicht getragen werden könnten.

25 Trainingseinheiten pro Woche

Stadtkämmerin Monika Schwegmann trug vor, das elf Vereine insgesamt 25 Trainingseinheiten pro Woche im Linus absolvieren würden. Dabei würden zwischen einer und aller sechs Bahnen des Sportbeckens genutzt. Die DLRG Lingen nutze zusätzlich das Lehrschwimmbecken. 2017 seien hierfür Kosten von 72.468,75 Euro angefallen. Davon habe die Stadt Lingen mit 52.427,50 Euro 72,35 Prozent als Zuschuss getragen. Der Eigenanteil der Vereine habe bei 20.040,75 Euro gelegen.

Keine Zuschüsse für Wettkämpfe

Im Detail erklärte Schwegmann, dass die Kosten für die Nutzung des Sportbeckens pro Bahn und Stunde bei 18,50 Euro lägen. Die Stadt zahle einen Zuschuss von 13,50 Euro, so dass die Vereine hierfür, seit 2003 unverändert, einen Anteil von 5 Euro zu tragen hätten. Für die Nutzung des Lehrschwimmbeckens betrage der Kostensatz 30,50 Euro. Hierfür gebe es einen Zuschuss von 20 Euro. Diese Zuschüsse würden jedoch nur für Trainingsstunden, nicht jedoch bei der Ausrichtung von Wettkämpfen, gezahlt, stellte Schwegmann auf Nachfrage unserer Redaktion klar.

Zehn Jahre lang keine Anträge gestellt

Für die Durchführung von Wettkämpfen verwies die Kämmerin auf die Sportförderrichtlinien der Stadt Lingen. Demnach könnten überregionale Sportveranstaltungen von Bezirksmeisterschaften an aufwärts mit einem Drittel der förderungsfähigen Gesamtkosten, maximal jedoch 510 Euro, bezuschusst werden. „In den letzten zehn Jahren wurden keine Zuschussanträge vom Schwimmsportverein gestellt“, betonte Schwegmann. Die Förderung der Vereine erfolge in einem ausreichenden Umfang.
Plaggenborg: Sportförderrichtlinien überdenken

Manfred Schonhoff (CDU) wies mit Blick auf die Nutzung von Umkleiden und Duschen darauf hin, dass die Vereine im Linus frei von Vor- und Nachbereitungsleistungen, wie beispielsweise der Reinigung, seien. Sein Fraktionskollege Hermann Gebbeken erklärte: „Wir sind mit rund 70 Prozent Zuschuss zu den laufenden Kosten gut aufgestellt.“ Ralf Plaggenborg (SPD) wies darauf hin, dass die Vereine bei Wettkämpfen im Linus keine Einnahmen aus Gastronomie erzielen könnten, da diese in den Wasserwelten vergeben sei. Auch wenn die Förderung insgesamt kein Problem sei, sollten die Sportförderrichtlinien in Bezug auf die Ausrichtung von Wettkämpfen überdacht werden.

Vertreter der Vereine einladen

Als „ärgerlich“ bezeichnete es der Sozialdemokrat, dass der Protest der Vereine in der Zeitung erscheine, ohne das die Zusammenhänge klar seien. Eine Ansicht, die Dirk Meyer (FDP) teilte: „Ich verstehe nicht, dass sich in der Lingener Tagespost beschwert wird, aber zehn Jahre lang niemand auf die Stadt zugegangen ist.“ Ausschussvorsitzender Uwe Diedrichs (CDU) entgegnete dem Liberalen, dass es im Sommer 2017 ein Gespräch der Vereine mit dem ersten Stadtrat Stefan Altmeppen gegeben habe. Robert Koop (Bürgernahe) erklärte, er fände es gut, wenn Vertreter des Schwimmvereins Blau-Weiß und der DLRG im Sportausschuss ihre Position darlegen könnten.

FDP Emsland-Süd: Förderung für alle Sportarten

Foto: TC Lingen Blau-Weiß
Foto: TC Lingen Blau-Weiß
Lingen. Die FDP Emsland-Süd fordert die Gleichbehandlung aller Sportarten und kritisiert damit die Förderrichtlinien des Landkreises Emsland. Das teilen die Freien Demokraten nach ihrer Vorstandssitzung beim Tennisverein Blau-Weiß Lingen in ihrer Pressemitteilung mit.

Der Landkreis Emsland fördert seine 342 Vereine mit insgesamt 113.413 Mitgliedern (Stand: 01.01.2017). Allerdings findet nicht jede Sportart Berücksichtigung. So verhindert die CDU-Kreistagsfraktion die Förderung des Tennissports mit der Begründung der vielen Investitionsmaßnahmen. Dabei ist der Tennissport kein Randsportthema im Landkreis Emsland. Mit 65 Vereinen und 7.465 Mitgliedern gehören die Tennissportler nach Fußball und Turnen zu den Top 3 Sportarten im Landkreis. Der Bundestagsabgeordnete Jens Beeck aus Lingen erklärte dazu: „Wir fordern eine Gleichbehandlung aller Sportarten. Wir müssen das fördern, was die Bürger wollen“. Der Vorsitzende des FDP Ortsverbandes Dirk Meyer ergänzte: „Tennis ist ein Breitensport. Hier könnte man beispielsweise anhand eines Kriterienkataloges Tennisvereine ebenfalls in die Förderung aufnehmen. Ein Kriterium wäre beispielsweise die Teilnahme am Punktspielbetrieb oder die Etablierung von Jugendmannschaften.“

Als Gastredner begrüßten die Freien Demokraten in ihrer Vorstandssitzung den Vorsitzenden des Lingener Tennisvereins BW Lingen Dr. Jürgen Rapin. Er berichtete über die aktuelle Lage des Tennisvereins und über zukünftige Investitionsmaßnahmen. „Für die Sanierung unserer Tennishalle wird mittelfristig eine Summe in einem hohen 5-stelligen Bereich fällig“. Außerdem begrüßte er die neue Tenniskampagne „Unser Tennis – Unser Sport – Unsere Leidenschaft“ des Deutschen Tennisbundes.


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